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Aus der Stadt Pflegeheim-Beschäftigte fühlen sich getäuscht
Hannover Aus der Stadt Pflegeheim-Beschäftigte fühlen sich getäuscht
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00:15 23.01.2017
Von Mathias Klein
Mitarbeiter des Marienhauses fühlen sich getäuscht. Foto: Villegas Quelle: Villegas
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Hannover

Nach der angekündigten Schließung des Altenpflegeheims Marienhaus im Zooviertel gibt es erhebliche Kritik an der Geschäftsführung des Betreibers Vinzenz-Verbund Hildesheim, zu dem auch das Vinzenzkrankenhauses in Hannover gehört. Die Mitarbeiter des Marienhauses sagen, sie fühlten sich von der Geschäftsführung getäuscht.

Erst hätten die 38 Beschäftigten pro Jahr auf 167 500 Euro Gehalt verzichtet, sagt die Vorsitzende der zuständigen Diözesan-Mitarbeitervertretung, Kerstin Bettels. Mit dem Verzicht habe die Belegschaft das Pflegeheim wirtschaftlich voranbringen wollen. „Jetzt ist diese Vereinbarung zum 31. Dezember ausgelaufen, und die Schließung des Heimes wird bekannt gegeben“, sagt Bettels: „Erst lässt man die Leute bluten, und zum Dank wirft man sie raus.“ Mit Barmherzigkeit, für die der Orden der Vinzentinerinnen eigentlich stehe, habe das gar nichts zu tun. Es könne kein Zufall sein, dass gerade jetzt der Geschäftsführer des Vinzenz-Verbunds, Gregor Zehle, sein Amt niederlege, meint die Vorsitzende der Mitarbeitervertretung.

Für die Mitarbeiter sei die Situation bitter, meint Bettels. Viele von ihnen hätten dem Marienhaus 30 Jahre die Treue gehalten. „Mit Mitte 50 findet man nur schwer eine neue Stelle.“ Nach Ansicht von Bettels sind Managementfehler für die Schließung des Marienhauses verantwortlich. In den ganzen Jahren sei in das Haus kaum investiert worden. Die Geschäftsführung hatte am Vortag bekannt gegeben, dass sie das Haus aus wirtschaftlichen Gründen schließen müsse. Die Rede war von einer von einer Trennung im gegenseitigen Einvernehmen.

Das Marienhaus im Zooviertel ist seit 1948 ein Altenpflegeheim. Bereits 1911 wurde das Gebäude in Trägerschaft der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul errichtet. Seit rund vier Jahren gehört das Marienhaus zum Vinzenz-Verbund. Aber das Haus blieb nach Angaben des Unternehmens auch unter dem Dach der Holding defizitär. Seit 2015 habe sich der Fehlbetrag auf rund 1,5 Millionen Euro summiert. Das Haus gilt als sanierungsbedürftig, Investitionen von 14 Millionen Euro seien nötig. Eine Anfrage der HAZ an den Vinzenz-Verbund mit der Bitte um Stellungnahme blieb gestern bis zum frühen Abend unbeantwortet.

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