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Pfusch: Stadt lässt neue Mauer wieder abreißen

Kinder ohne Spielplatz Pfusch: Stadt lässt neue Mauer wieder abreißen

Der Spielplatz am Stephansplatz musste zwei Monate lang gesperrt werden, weil eine denkmalgeschützte Begrenzungsmauer baufällig war. Diese wurde zwar neugebaut, nun aber gleich wieder abgerissen, weil die falschen Steine verwendet wurden.

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Langes Warten: Adrian will bald wieder auf dem Stephansplatz spielen.

Quelle: Samantha Franson

Hannover. Seit etwa zwei Monaten ist der Spielplatz am Südstädter Stephansplatz gesperrt. Eine denkmalgeschützte Begrenzungsmauer war baufällig, die Stadt hat sie abreißen und neu aufbauen lassen. Die Kinder ringsherum frohlockten schon, dass sie bald wieder spielen können. Jetzt aber ist alles wieder auf Start gestellt. Gestern wurde die neue Mauer abgerissen: falsche Steine, fehlende Statik. Nicht nur der dreijährige Adrian ist traurig, dass sich das Projekt jetzt auf weitere Wochen verzögert.

Die alte Ziegelmauer gehörte zum denkmalgeschützten Ensemble des Stephansplatzes. Die Stadt ließ sie trotzdem abbrechen, weil ihre Standsicherheit gefährdet war. Der Auftrag an die Baufirma lautete, das 40 Meter lange und etwa 1,30 Meter hohe Backsteinelement möglichst originalgetreu wieder neu zu errichten, Kosten: etwa 28 000 Euro. Irgendetwas aber ging schief. Einem HAZ-Leser fiel gestern auf, dass die Arbeiten unterbrochen und die halb fertige Mauer zerlegt und in Container entsorgt wurde.

Stadtsprecher Dennis Dix bestätigt, die neue Mauer habe „technische Mängel in Planung, Konstruktion und Bauausführung“ gezeigt: „Eine dauerhafte Standsicherheit war nicht gegeben. Eine Reparatur war nicht möglich, deshalb musste die Mauer abgebrochen werden.“ Die Kosten sind noch unklar, auch wer sie bezahlt: Derzeit laufe eine Klärung mit der Baufirma, sagt Dix.

Geschätzt acht Wochen werden jetzt vergehen, bis der neuerliche Mauerbau abgeschlossen ist. Der Spielplatz selbst aber, den die Stadt parallel überarbeiten lässt, soll schon in etwa drei Wochen wieder nutzbar sein, verspricht Dix. Es gibt also Hoffnung für Adrian und seine Freunde aus der Südstadt.

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