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Aus der Stadt Nobelpreisträger gratuliert Ehrenring-Träger
Hannover Aus der Stadt Nobelpreisträger gratuliert Ehrenring-Träger
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00:18 21.11.2014
Von Bernd Haase
Jürgen Mlynek (Mitte) präsentiert den Ehrenring der Stadt Garbsen. Quelle: Tobias Kleinschmidt
Hannover

Der Ehrenring der Stadt Garbsen hat mittlerweile eine Reputation erlangt, die weit über Stadt und Region hinausreicht. Ablesen lässt sich das an dem Umstand, dass zur Verleihung gestern Abend im Garbsener Rathaus eine illustre Gästeliste zusammenkam – vorneweg Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und Prof. Gerhard Ertl, Nobelpreisträger für Physik. Er konnte in seinem Grußwort einen Standeskollegen beglückwünschen. Der diesjährige Ring geht an Prof. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren, und ebenfalls von Haus aus Physiker.

„Wir haben in diesem Jahr einen Mann ausgewählt, der eine besondere Beziehung zu Niedersachsen, der Leibniz Universität und zu unserer Stadt hat“, sagt Manfred Hanselmann, Vorsitzender des Freundeskreises Garbsen. Der Grund: Mlynek habe die Strategie der Wissenschaften und der Universität beeinflusst. Als Vorsitzender des Landeswissenschaftsrates hatte er der mittlerweile sichtbar fortgeschrittenen Ansiedlung des Produktionstechnischen Zentrums in Garbsen zugestimmt.

Der 63-jährige Mlynek hat eine hannoversche Vergangenheit. Geboren in Gronau an der Leine, machte er sein Abitur an der Leibnizschule Hannover und studierte anfänglich auch an der damaligen technischen Universität der Landeshauptstadt Physik. Nach einem Zwischenaufenthalt in Paris kam er zur Promotion und Habilitation wieder an die Leine. Der Atomphysiker und Quantenoptiker war fünf Jahre lang Präsident der Humboldt-Universität in Berlin und leitet seit 2005 mit der Helmholtz-Gesellschaft die größte deutsche Forschungsorganisation. „Er ist einer der bedeutendsten deutschen Wissenschaftsmanager“, konstatierte Wanka. Laudator Prof. Günter Stock, Präsident der brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, bezeichnete ihn als „optimistisch, zielstrebig und ungeduldig.“

Der Freundeskreis verleiht den Ring seit 2004. Die Liste der bisherigen Preisträger ist prominent, aber wissenschaftslastig – was bei einem Uni-Standort nicht unbedingt verwundert. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem die Mediziner Madjid Samii, Axel Haverich und Thomas Lenarz, die Physiker Theodor Hänsch und Herbert Welling sowie VW-Chef Martin Winterkorn oder Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller als Vertreter der Wirtschaft. 

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