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Aus der Stadt Physiotherapie sucht Dieb auf Facebook
Hannover Aus der Stadt Physiotherapie sucht Dieb auf Facebook
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00:17 31.03.2017
Den Beitrag hat die Physiotherapie inzwischen gelöscht. Quelle: Facebook/Screenshot
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Hannover

Tätersuche via Facebook: Die Physiotherapie Isernhagen hat auf ihrem Profil frei zugänglich Fotos eines Mannes gepostet, der die Bargeldkasse der Praxis gestohlen haben soll. Insgesamt 14 Fotos aus der eigenen Überwachungskamera zeigen den Gesuchten, der klar zu erkennen ist - was das Gesetz in der Form verbietet. „Jetzt hat es uns auch erwischt“, heißt es im Beitrag der Physiotherapie. „Unsere ,Freunde‘ haben unsere Kasse leergeräumt.“ Die Tat geschah am Montag kurz vor 11 Uhr.

Etwa 190 Mal geteilt

Gleichzeitig äußert der Praxisbetreiber Kritik an der Polizei. Man habe die Ermittler alarmiert, diese seien jedoch, wie die Praxis formulierte „zurzeit ausgebucht“ gewesen. Die Praxis bedanke sich daher bei allen, „die das möglich gemacht haben“. Der Facebook-Eintrag wurde bis Dienstagnachmittag etwa 190-mal geteilt, außerdem hatten ungefähr 65 Leser Kommentare hinterlassen - darunter einige Protestbeiträge, die das „unsere ,Freunde‘“ in dem Zusammenhang als fremdenfeindlich einstuften.

Die Polizei wehrt sich gegen die Unterstellungen der Physiotherapie. Die Ermittler seien um 11 Uhr vom Inhaber informiert worden und schnellstmöglich zur Praxis nach Isernhagen gefahren. „Die Kollegen waren aber noch bei einem vorherigen Einsatz gebunden“, sagt Polizeisprecher Philipp Hasse. Gegen 11.30 Uhr waren die Beamten schließlich vor Ort und nahmen den Diebstahl auf.

Der Gesuchte ist etwa 20 bis 25 Jahre alt, hat kurze, schwarze Haare und einen Oberlippenbart. Er trug einen blauen oder lilafarbenen Pullover mit weißem Aufdruck auf der Vorderseite, dazu blaue Jeans und weiße Turnschuhe. Hinweise werden unter Telefon (051 39) 99 10 entgegengenommen.

Tätersuche ist Polizeisache

Womöglich könnte sich der Inhaber sogar selbst strafbar gemacht haben. Wenn Privatpersonen Fotos von klar erkennbaren Menschen ohne deren Zustimmung veröffentlichen, „kann das einen Verstoß gegen die Persönlichkeitsrechte darstellen“, sagt Hasse und betont: „Diese gelten auch für Tatverdächtige.“ Sein Appell daher: „Fahndungen sind unsere Aufgabe.“ Der Inhaber der Physiotherapie wollte sich am Dienstag auf HAZ-Anfrage nicht äußern. Am Abend war der Facebook-Eintrag gelöscht.

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