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Pierre Vogel lockt Salafisten in die City

Kundgebung am Kröpcke Pierre Vogel lockt Salafisten in die City

Besucher der Fußgängerzone in der Innenstadt werden heute mit erheblichen Beeinträchtigungen beim nachmittäglichen Einkaufen rechnen müssen. Am Kröpcke tritt der im Fokus des Verfassungsschutzes stehende islamistische Prediger Pierre Vogel auf.

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Die Rede des Salafisten Pierre Vogel ist der erste öffentliche Auftritt in der niedersächsischen Landeshauptstadt.

Quelle: dpa

Hannover. Die Veranstaltung, die gegen 13 Uhr beginnt und erst gegen 18 Uhr endet, wird vom salafistischen Verein „Der Schlüssel zum Paradies“ organisiert. Die Gruppe hatte in jüngster Zeit mit ihrer Ankündigung für Schlagzeilen gesorgt, in Hannover ein
 radikal-islamisches Missionszentrum errichten zu wollen. Zu der Kundgebung der Salafisten werden rund 500 Besucher erwartet.

Die Polizei wird mit einem großen Aufgebot vor Ort sein. Dabei müssen die Beamten nicht nur die Salafisten, sondern auch mehrere Gegenkundgebungen gegen den Auftritt des umstrittenen Predigers im Blick haben. Auf dem Opernplatz kommen rund 100 Menschen zusammen, die dem Aufruf der rechtspopulistischen Gruppierung „Die Hannoveraner“ folgen wollen. Ihr Protest richtet sich insbesondere gegen die geplante Errichtung des islamistischen Zentrums in Hannover. Am Schillerdenkmal versammeln sich zwischen 50 und 80 Aktivisten der linken Szene, um gegen beide Veranstaltungen zu protestieren.

Pierre Vogel ist im Jahr 2001 zum Islam konvertiert. Nach Auskunft des Niedersächsischen Verfassungsschutzes ist er seit 2006 als Prediger aktiv. „Pierre Vogel rechtfertigt mit seiner wortgetreuen Auslegung des Korans eine strikte Anwendung des islamischen Rechts und stellt auf diese Weise die Rechtsordnung der Bundesrepublik infrage“, teilt die Behörde mit. In Niedersachsen sind nach den Erkenntnissen des Inlandsnachrichtendienstes derzeit rund 300 Salafisten aktiv. Die Szene sei geprägt vom politischen Salafismus, der Gewaltanwendung zur Erreichung der Ziele dem Grundsatz nach ablehne.

Bislang hat die Polizeidirektion Hannover keine Erkenntnisse darüber, dass es rund um die verschiedenen Kundgebungen zu Ausschreitungen kommen könnte. „Uns liegen derzeit keine Hinweise auf Störer vor“, sagt Polizeisprecher Holger Hilgenberg.

Die Rede des Salafisten Pierre Vogel ist der erste öffentliche Auftritt in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Bislang hatte er es vorgezogen, sein Gedankengut in bestimmten islamischen Gemeindezentren der Stadt zu verbreiten. Die Videos der Auftritte, beispielsweise aus dem Jahr 2010, sind immer noch im Internet zu finden.

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