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Aus der Stadt WLAN in Bus und Bahn? Dafür!
Hannover Aus der Stadt WLAN in Bus und Bahn? Dafür!
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19:34 13.04.2016
Bei der Abstimmung im Regionshaus entscheiden die Schüler per Handzeichen, welche Anträge angenommen werden. Quelle: Schaarschmidt
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Am Ende war das Ergebnis knapp. So knapp, dass die stellvertretende Regionspräsidentin Angelika Walther die orangefarbenen Abstimmungskarten durchzählen musste, bevor sie das Ergebnis verkündete: 24 Jastimmen, 28 Neinstimmen, 15 Enthaltungen. „Damit ist der Antrag abgelehnt.“ Den hatten Schüler der BBS 6 entworfen – und gefordert, die Wartezeiten von Patienten in Krankenhäusern zu verkürzen. In der Diskussion setzten sich jedoch diejenigen durch, die befürchteten, dass die Qualität der Behandlungen deswegen leiden könnte.

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Schüler von der BBS 6, der Elsa-Brandström-Schule, der IGS Lehrte und der Realschule Isernhagen haben an einer gespielten Regionsversammlung teilgenommen.

Rund 100 Schüler aus Hannover und dem Umland haben sich bei dem Planspiel „Pimp Your Town!“ (auf Deutsch etwa: „Werte Deine Stadt auf“) drei Tage lang mit der Politik vor ihrer Haustür beschäftigt. Krönender Abschluss war eine zweistündige fiktive Sitzung der Regionsversammlung. Dabei stimmten die Jugendlichen über die Vorschläge ab, die sie zuvor erarbeitet hatten. Regionspräsident Hauke Jagau prophezeite den Schülern schon vor der Diskussion, dass es in einer Demokratie auch persönliche Rückschläge gibt, wenn man keine Mehrheiten findet. „Politik ist manchmal anstrengend. Aber der Einsatz lohnt sich, weil es darum geht, das unmittelbare Umfeld zu verbessern“, sagte Jagau.

In einigen Punkten waren sich die Schüler aber auch einig. So berichtete der 15-jährige Kevin Herrmann von der IGS Lehrte, dass die Forderung nach kostenlosem WLAN in Bus und Bahn fast alle überzeugt hatte. Die Jugendlichen dachten aber nicht nur an ihr privates Vergnügen. Auch Umweltschutz war ihnen sehr wichtig. Die Vorschläge lauteten: mehr Mülleimer aufstellen, strengere Kontrollen in der Massentierhaltung und mehr Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden. Auch das Thema Flüchtlinge kam zur Sprache: „Die Menschen brauchen eine bessere Sprachförderung“, sagte Herrmann.

von Gerko Naumann

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