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"Ich sage nichts - die Bilder sprechen für sich"

Pistorius und Schröder-Köpf sind ein Paar "Ich sage nichts - die Bilder sprechen für sich"

Auch wenn sie eisern schweigen, waren beide doch am Donnerstag das Thema in den Fluren des Landtags: Doris Schröder-Köpf und Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius. Beide sind ein Paar, wie tags zuvor bekannt geworden war.

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Blumen zum Geburtstag: Doris Schröder-Köpf und Boris Pistorius (SPD) Anfang August in Berlin.

Quelle: Kay Nietfeld

Hannover. Sie haben sich am Donnerstag im Landtag allergrößte Mühe gegeben, nicht gemeinsam auf einem Foto zu landen. Und doch konnte die Distanz, die zwischen der Regierungsbank und der letzten Reihe der SPD-Fraktion liegt, nicht verhindern, dass alle Welt über sie sprach: Doris Schröder-Köpf (53), die noch nicht ganz geschiedene Frau von Altbundeskanzler Gerhard Schröder, und Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (56) sind ein Paar. „Als sie sich beim rot-grünen Umtrunk umarmten, haben einige Staatssekretärinnen nur noch gestaunt“, sagt ein Grüner. Für manchen kam die neue Allianz zwischen Innenminister und Flüchtlingsbeauftragter überraschend. Auch wenn es schon vor einiger Zeit gefunkt haben muss.

„Zu Privatsachen äußere ich mich nicht“

Zu den Usancen dieser gar nicht so ungewöhnlichen Beziehung gehört, dass beide eisern schweigen. „Zu Privatsachen äußere ich mich nicht“, sagt Pistorius, der schon zu Zeiten als Osnabrücker Oberbürgermeister keinen Reporter für eine Homestory über die Schwelle seines Hauses treten ließ. Auch dass Pistorius’ Frau jahrelang an Krebs litt und von ihrem Mann gepflegt wurde, erzählte Pistorius öffentlich nie. Der 56-Jährige Jurist trägt sein Herz ohnehin nicht auf der Zunge. Er fügte allerdings am Donnerstag an seinen Satz "Ich sage nichts" ein "die Bilder sprechen ja für sich" an.

Auch Doris-Schröder Köpf sagte nichts zu der Nachricht von „Doris & Boris“, die der NDR verbreitete. Immerhin war seit Mitte September bekannt, dass das Ehepaar Schröder nach 19 Jahren Ehe die Scheidung eingereicht hatte. Ausgezogen aus dem gemeinsamen Haus in Hannover-Waldhausen war Gerhard Schröder schon vor eineinhalb Jahren. Aber man sah das Paar, das sich gemeinsam weiter um die beiden aus Russland adoptierten Kinder kümmerte, immer wieder bei öffentlichen Anlässen, sodass zwischenzeitlich schon Spekulationen um ein „Liebes-Comeback“ des Altkanzlers wucherten. Immerhin, so ist zu hören, soll Schröder um seine (vierte) Ehe gekämpft haben - offensichtlich vergeblich. Einen Hausmann werde man aus ihm nicht mehr machen, vertraute er Freunden an.

Gesprächsstoff im Landtag

Aus ihr, die 1997 den damaligen Ministerpräsidenten Schröder geheiratet hatte, ist inzwischen eine allseits geachtete Landtagsabgeordnete geworden, die bescheiden, aber zugleich forsch auftreten kann. Als (ehrenamtliche) Integrationsbeauftragte der Landesregierung hat sie vornehmlich mit Flüchtlingsfragen zu tun - wie Pistorius. In dieser Funktion sah man die beiden in den letzten Monaten auch gemeinsam auftreten, vor Kurzem vor der Bundespressekonferenz in Berlin, wo sie ein Büchlein vorstellten, das Flüchtlingskindern die Integration erleichtern soll: „Ankommen in Deutschland.“

Im Niedersächsischen Landtag summte mancher am Donnerstag verstohlen die Melodie von “Love is in the air“. Landtagskollegen gratulierten. „Mich freut das für die beiden“, sagten sowohl die Grünen-Fraktionschefin Anja Piel als auch CDU-Fraktionsvize Klaus Toepfer. Als praktizierender Scheidungsanwalt will Töpfer gespürt haben, „dass da was schwingt“. Und der SPD-Innenexperte Andreas Bachmann hat sich schon lange gewundert, „dass der Innenminister so strahlt“. Nur Björn Försterling, die rhetorische Geheimwaffe der FDP, spricht mit ironischem Unterton von einer „unglücklichen“ Verbindung von Exekutive und Legislative: „Ist Frau Schröder-Köpf als unabhängige Abgeordnete jetzt noch fähig, die Regierung zu überwachen?“ Immerhin, so Försterling, habe die Nachricht von der neuen Liebe ihr Gutes: „Endlich wird mal eine Landtagsmeldung aus Hannover bundesweit verbreitet.“

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