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Aus der Stadt Bahnhofssanierung verzögert Bau für Drogenhilfe
Hannover Aus der Stadt Bahnhofssanierung verzögert Bau für Drogenhilfe
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00:15 24.01.2015
Von Veronika Thomas
Völlig marode: Die Container des Fixpunktes an der Hamburger Allee. Quelle: Dröse
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Hannover

Die Pläne der Deutschen Bahn, den hannoverschen Hauptbahnhof ab 2019 zu sanieren, hat Auswirkungen auf die vorgesehene Zusammenlegung der beiden Drogenhilfeeinrichtungen Fixpunkt und Café Connection. Laut Plänen der Stadt sollten die beiden vom Verein Step betriebenen Treffpunkte für Drogenabhängige einen Neubau am Standort des jetzigen Café Connection an der Fernroder Straße erhalten. Die Baukosten in Höhe von rund 550.000 Euro will die Stadt komplett übernehmen.

Ursprünglich hätten die Bauarbeiten für den Neubau, der auf dem alten Stellwerksgelände zwischen dem Westflügel des Amtsgerichts und der Rückseite des Hauptbahnhofs entstehen sollte, schon im vergangenen Herbst beginnen sollen. Die Inbetriebnahme war für diesen Sommer vorgesehen. „Wir wissen noch nicht, was die Deutsche Bahn genau vorhat. Aber an den Plänen für den Neubau der Drogenhilfe wird nicht gerüttelt“, sagte am Mittwoch Stadtsprecher Andreas Möser. Es müssten jetzt Gespräche um einen Alternativstandort geführt werden, darunter mit der Bahn und der Region Hannover, der Grundstücke hinter dem Bahnhof gehören.

Container gelten als völlig marode

Der neue Drogenhilfe­treffpunkt, der wegen seines Standorts den Namen „Stellwerk“ erhält, soll nach Angaben der Stadt im bisherigen Umfeld des Café Connection bleiben. Nach HAZ-Informationen ist ein Grundstück an der Augustenstraße im Gespräch, das der Abfallwirtschaftsbetrieb der Region, Aha, als Abstellplatz für Reinigungsfahrzeuge nutzt.

Wie berichtet, soll der 1996 eröffnete Fixpunkt am Ende der Hamburger Allee, wo Abhängige auch Drogen konsumieren können, mit dem Café Connec­tion zusammengeführt werden. Die Container, in denen der Fixpunkt untergebracht ist, gelten als völlig marode.

Im geplanten „Stellwerk“, das der hannoversche Suchthilfeträger Step betreiben soll, sind ein Café mit Beratungsangebot, ein sogenannter Druckraum zum Drogenkonsum, medizinische Versorgung im Rahmen einer ärztlichen Sprechstunde und ein täglicher Mittagstisch geplant. Der Geschäftsführer von Step, Serdar Saris, kalkuliert mit täglich 80 Besuchern in der neuen Einrichtung. Das Vorhaben der Bahn bringt diesen Zeitplan jetzt durcheinander. Die DB-Planer haben zwei neue Bahngleise, 15 und 16, zur Raschplatzseite ins Gespräch gebracht, die wohl nicht nur für die Zeit des Bahnhofsumbaus selbst, sondern auf Dauer benötigt werden.

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