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Plätze in der S-Bahn werden knapp

Blockaden im Mehrzweckabteil Plätze in der S-Bahn werden knapp

Radfahrer, Eltern mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrer finden oft keinen Platz in den 
S-Bahnen, weil die Klappsitze auch bei anderen Fahrgästen beliebt sind.

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Alle einsteigen bitte: Szenen wie diejenige im Bild gehören vor allem bei schönem Wetter zum Alltag an Hannovers S-Bahnsteigen.

Quelle: Rainer Surrey

Hannover. Die hannoversche S-Bahn erfreut sich weiter wachsender Beliebtheit; mittlerweile steigen täglich 80.000 Reisende zu. Ebenfalls nach oben geht die Zahl derjenigen, die ein Fahrrad mitnehmen. Das hat Folgen: Die Kapazitäten in den entsprechenden Abteilen reichen vor allem an schönen Tagen mit viel Ausflugsverkehr nicht mehr aus. Verstärkt wird das Problem dadurch, dass die sogenannten Mehrzweckabteile für Fahrräder, Kinderwagen und Rollstühle auch bei Reisenden beliebt sind, die nichts dergleichen dabei haben.

Konkrete Daten zur Fahrradmitnahme hat DB Regio nicht, weil sie zumeist kostenlos ist und deswegen nicht über verkaufte Tickets abgerechnet werden kann. „Wir merken aber, dass die Zahlen anziehen“, sagt Ascan Egerer, Leiter der S-Bahn Hannover. Die Gründe liegen außer dem allgemeinen Trend zum Fahrradfahren auch darin, dass die S-Bahn-Höfe gerne von Tourenfahrern als Start- und Endpunkte genutzt werden.

Mit etwas Pech kann eine solche Tour nicht wie geplant starten. Am Himmelfahrtstag etwa war das der Fall. „Wir sind von Hannover nach Wunstorf mit Ziel Steinhuder Meer gefahren. Die Bahnsteige unterwegs waren voll von Fahrradfahrern, die nicht mitgekommen sind“, sagt der Hannoveraner Günter Lewicki. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) kennt solche Situationen und bietet deshalb keine Gruppentouren mehr an, bei denen zur Anfahrt die S-Bahn genutzt werden müsste.

Klappsitze sollen aus Mehrzweckabteilen ausgebaut werden

Die Situation wäre entspannter, wenn wirklich nur diejenigen die Mehrzweckabteile nutzen würden, für die sie auch eingerichtet wurden. Offensichtlich sind die Klappsitze, die sich dort an den Wänden befinden, aber bei allen Reisenden beliebt. Sie werden selbst dann blockiert, wenn in den anderen Abteilen noch genug Plätze frei sind – und diejenigen, die sie besetzen, beweisen oft eine erstaunliche Renitenz. Man kann erleben, dass die Plätze selbst für Mütter mit Kinderwagen nicht freigegeben werden.

Auch dieses Problem kennt die Bahn. Sie hat zuletzt mehr Vignetten angebracht, auf denen aufgefordert wird, die Sitze in den Mehrzweckabteilen bei Bedarf zu räumen. „Ansonsten setzen wir vorerst darauf, dass unsere Fahrgäste verständnisvoll miteinander umgehen“, sagt Egerer. Das liegt auf der Linie des ADFC, der sich aber größere Vignetten wünscht und mehr Flexibilität. „An Wochenenden sollten längere Züge fahren. Außerdem fordern wir, dass die Zeit für die kostenlose Fahrradmitnahme schon um 6 Uhr oder 6.30 Uhr beginnt“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Regionsverbandes Hannover, Joachim Paul.

Bei der Bahn gibt es laut Egerer eine andere Überlegung. „Wir werden eventuell im kommenden Frühjahr Klappsitze aus den Mehrzweckabteilen ausbauen“, sagt er. Dann könnten sich dort auch keine „Blockierer“ mehr hinsetzen.

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