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"Planenschlitzer" sind weiter auf der Flucht

Nach Verfolgungsjagd "Planenschlitzer" sind weiter auf der Flucht

Einen Tag nach der spektakulären Verfolgungsjagd auf dem Südschnellweg sind die beiden Lkw-Ladungsdiebe weiter auf der Flucht. Derzeit werten die Ermittler die Spuren an dem sichergestellten Fluchtauto, der Ladung und dem Lastwagen aus, dessen Plane aufgeschlitzt wurde.

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Quelle: Elsner

Hannover . Die beiden Diebe, die die Polizei am Dienstagmorgen mit einem Großaufgebot gejagt hat, sind weiterhin flüchtig. Derzeit werten die Ermittler die Spuren an dem sichergestellten Fluchtauto, der Ladung und dem Lastwagen aus, dessen Plane die beiden Unbekannten auf dem Rastplatz Auetal-Süd aufgeschlitzt hatten.

Mit einem Großaufgebot sucht die Polizei im Bereich Höversche Straße zwei Männer, die nach einer Verfolgungsjagd entkommen sind.

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Nachdem die Polizei sie auf Höhe der Anschlussstelle Hannover-Anderten auf der Bundesstraße 65 gestoppt hatte, rannten die beiden Männer quer über die Fahrbahnen und sprangen schließlich von der Brücke ins Dickicht, das zwischen der B 65 und der Auffahrt von der Höverschen Straße wächst. „Die Zeit, die wir brauchten, um das Gehölz zu umstellen, hat den mutmaßlichen Dieben offenbar zur Flucht gereicht“, sagt Polizeisprecher Holger Hilgenberg. Es wird vermutet, dass sie sich beim Sprung verletzt haben, doch Verletzungsspuren wurden bislang nicht gefunden. Ein Helikopter mit einer Wärmebildkamera konnte wegen der schlechten Wetterverhältnisse nicht starten. „Damit hätten wir wahrscheinlich noch eine Chance gehabt“, sagt Hilgenberg.

Anzahl von "Schlitzer"-Delikten steigt

Die Planen von Lkw aufzuschlitzen, um deren Ladung zu stehlen, wird bei Dieben populärer, wie Zahlen des Landeskriminalamts (LKA) belegen. Demnach registrierten die Polizeidirektionen in Niedersachsen 673  Diebstähle aus Lkw-Laderäumen, 2015 waren es schon  747. Besonders gefährdet sind Lkw, die an ungeschützten Rastplätzen abgestellt werden. Doch im Gegensatz zur Zahl der Staftaten ist die Schadenssumme stark rückläufig.

In 2014 wurden Waren im Gesamtwert von 10.707.833,11  Euro gestohlen, 2015 waren es nur noch 4.651.858,01 Euro. LKA-Sprecherin Nevin Ayyildiz sagt, dass der gravierende Unterschied zustande kommen könnte, weil es immer mehr Nachahmer gebe. Das Risiko auf Entdeckung ist sehr gering, davon würden auch viele nicht in Banden organisierte Täter angelockt.  "Dafür spricht, dass teilweise in einer Nacht eine hohe Anzahl von „Schlitzereien“ am gleichen Ort festgestellt wurde, es dann aber nur in einem Fall oder auch nicht zum Diebstahl kam, weil sich im Auflieger kein lohnendes Gut befunden hat", sagt Ayyildiz auf Anfrage der HAZ.

Doch auch organisierte Banden haben sich auf den massenweisen Diebstahl von Waren aus Lkw-Ladeflächen spezialisiert. "Zur Lagerung und zum Absatz großer Mengen von Diebesgut muss auch eine entsprechende Logistik zur Verfügung stehen." Zudem habe es einige Fälle gegeben, in denen die Polizei den Verdacht hegt, dass die Diebe über Insiderwissen verfügten. 

isc

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