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Aus der Stadt Plenarsaal-Gutachten kommt noch später
Hannover Aus der Stadt Plenarsaal-Gutachten kommt noch später
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21:43 13.07.2011
Von Conrad von Meding
Der Entwurf des Neubaus vom Kölner Architekten Eun Young Yi. Quelle: dpa
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Hannover

Am Mittwoch bestätigte ein Sprecher des Landtags, dass das Gutachten nun erst im Juni in Auftrag gegeben wurde, also vier Monate nach dem Beschluss. Entsprechend wird mit dem Ergebnis der Expertise jetzt nicht mehr im Herbst, sondern erst im Frühjahr 2012 gerechnet. Kritiker sehen darin eine Verzögerungstaktik: Anfang 2013 ist Landtagswahl, wenn das Gutachten nun erst neun Monate vorher kommt, wird die unpopuläre Entscheidung wohl auf die nächste Landtagsperiode verschoben.

45 Millionen Euro hatte der Landtag veranschlagt, um sich ein neues Plenargebäude zu spendieren. Das Thema ist in der Bevölkerung umstritten. Mehr als 45.000 Unterschriften sind in kürzester Zeit gegen den Abriss und Neubau gesammelt worden. Der alte Plenarsaal des Architekten Dieter Oesterlen steht zwar unter Denkmalschutz, er gefällt den Abgeordneten aber nicht mehr und gilt dank jahrelanger Vernachlässigung inzwischen auch als sanierungsbedürftig. In einem Architektenwettbewerb war der tempelartige Entwurf von Prof. Eun Young Yi aus Köln als Siegerentwurf für einen Neubau hervorgegangen. Bei einem Kostencheck des Landes stellte sich aber heraus, dass dieser Entwurf bis zu 65 Millionen Euro kosten könnte – das würde das gesetzte Limit sprengen und wäre für die Landtagsmehrheit eine willkommene Gelegenheit, aus dem Projekt auszusteigen. Prof. Yi soll daher nun das detaillierte Kostengutachten erarbeiten – allein das kostet 950.000 Euro.

„Diese Summe hätte als gute Grundlage für den Sanierungsstart genutzt werden können“, kritisierte der Grünen-Abgeordnete Enno Hagenah am Mittwoch das Verfahren. Linken-Politikerin Ursula Weisser-Roelle sagte, dass der Plenarsaal längst in einem besseren Zustand wäre, wenn man sich frühzeitig auf eine Sanierung geeinigt hätte. Die SPD dagegen stützt das Vorgehen des Landtags. Wichtig sei vor allem, dass es beim Verfahren transparent zugehe, hieß es aus der Fraktion.

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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