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Aus der Stadt Hannoveraner fängt als erster alle 142 Pokémon
Hannover Aus der Stadt Hannoveraner fängt als erster alle 142 Pokémon
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00:16 03.08.2016
Von Conrad von Meding
Will annoym bleiben: Der Gamer mit dem Namen HannoverMM hat als erster alle europäischen Pokémon gefangen. Quelle: privat
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Hannover

In der wachsenden Pokémon-Fanszene hat diese Nachricht am Wochenende Aufregung ausgelöst. Aus der hannoverschen Szene gab es Internetgratulationen. „Aber aus anderen Städten wurde ich mit Hass überschüttet“, sagt der Mittdreißiger, der deshalb lieber anonym bleiben will. HannoverMM nennt er sich im Internet.

230 Stunden hat er, unterbrochen nur von Schlaf, das kleine Handymonsterspiel bearbeitet, erzählt er der HAZ: 13 Tage lang mit je etwa 18 Stunden. „Das ging nur, weil ich Urlaub hatte“, sagt er fast entschuldigend. Ein Foto von sich will er lieber nicht in der Zeitung sehen. „Gaming ist in der Gesellschaft noch nicht so richtig angekommen, von Kollegen und Chefs wird man da gerne verspottet“, sagt er.

Wo sind in Hannover welche Pokémon?

Auch in Hannover sind viele der insgesamt 142 kleinen Monster zu fangen. Unser Guide hilft, sie zu finden.

Bei der Neuauflage des Spiels, die seit gut zwei Wochen auch in Deutschland am Markt ist, muss man in freier Natur Monster jagen, die von Computerservern so in die Landschaft gesetzt werden, dass man sie auf den Monitoren der Smartphones sieht – und mit etwas Geschick fangen kann. Einige tauchen in Hannover fast an jeder Straßenecke auf, etwa Tauben, Ratten oder Greifvögel, die man dann durch fleißiges Punktesammeln zu stärkeren Monstern weiterentwickeln und in Arenen kämpfen lassen kann. Andere gibt es nur an besonderen Orten: Fische am Wasser, Raupen auf Wiesen etwa. Wenn im Maschpark oder an der Glocksee, den beiden lokalen Hotspots für Pokémon-Fans, unvermittelt ein gruseliger „Alpollo“, ein schlangenartiges „Dratini“ oder ein seerobbenähnlicher „Jurob“ auftaucht, geht ein hörbares Juchzen durch die Menge.

HannoverMM ist für seinen Rekord bis nach Hamburg gefahren. Dort fand er ein begehrtes „Kabutops“. Den „Amoroso“ dagegen, nach Angaben der Plattform spieletipps.de eines der am schwersten zu fangenden Pokémon in Hannover, sammelte er am 26. Juli unvermittelt am Leineufer. Sein letztes Europa-Monster, das „Sleimok“, entwickelte er durch Sammeln von vielen „Sleimas“. Inzwischen haben auch andere die Maximalzahl der 142 hier zu fangenden Pokémon erreicht (weltweit werden es 151 sein), aber durch Screenshots ist belegt: Der Hannoveraner ist der erste gewesen.

Sein Tipp für alle, die auch bald ihre Monstersammlung voll haben wollen: Viel mit anderen Gamern kommunizieren, damit man stets weiß, wo welches Pokémon gerade aktiv ist. Auch in Computerspielen gilt eben: In der Gemeinschaft ist man stärker.

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