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„Pokémon“-Fans suchen Monster in Herrenhäuser Gärten

Smartphone-Spiel „Pokémon“-Fans suchen Monster in Herrenhäuser Gärten

Sie suchten Raupys und Rattikarls, Paraseks und Pummeluffs: 230 Pokémon-Jäger streiften am Sonnabend durch die Herrenhäuser Gärten – und maßen sich trotz ekligem Regenwetter mit anderen Fans des Handy-Suchspiels aus weltweit 40 Städten.

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Fans des Smartphone-Spiels „Pokémon Go“ gehen in den Herrenhäuser-Gärten auf Monstersuche. 

Quelle: Kutter

Hannover. Regen? Kühle? Wind? Wer ein echter Pokémon-Jäger ist, blendet widriges Wetter aus, lässt sich am Sonnabend nicht die weltweit erste Runde von „Third Saturday“ entgehen. An diesem dritten Sonnabend des Monats Oktober sind es 230 Fans des Smartphonespiels „Pokémon Go“, die auf Einladung von Tom Borowsky und seinem 15-köpfigen Team durch Großen Garten und Georgengarten streifen. Sie suchen Raupys und Rattikarls, Paraseks und Pummeluffs. Es sind Familien und ältere Paare, Jugendliche und Studenten, die unter Schirmen oder Regencapes durch die Rabatten laufen, immer ein Auge auf den Displays.

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Mehr zum Thema Pokémon Go lesen Sie hier.

Cora Seehaus gehört zu den wenigen, die sich verkleidet haben für die Hatz in Herrenhausen. Sie trägt ein selbstgenähtes Nachtara-Kostüm, Referenz an ein Monster, das zur Gruppe der Unlicht-Pokémon zählt. Die 21-Jährige sammelt die virtuellen Viecher, seit sie im Sommer 2016 zur Freiluftjagd freigegeben wurden. „Jedesmal, wenn ich vor die Tür gehe, auch auf dem Weg zum Supermarkt, sammle ich Pokémon“, erzählt die gelernte Fremdsprachenkorrespondentin. 236 verschiedene Arten hat sie schon gefangen – von derzeit 252, die es aktuell gibt.

230 Pokémon-Jäger streifen durch die Herrenhäuser Gärten – und messen sich mit Fans des Handy-Suchspiels aus weltweit 40 Städten.

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Nach dem anfänglichen globalen Hype, erzählt Mitspieler Marc Heins, sei die Pokémon-Go-Welle deutlich abgeflacht, doch jetzt steige sie wieder. „Das liegt daran“, erklärt der 21-Jährige, „dass die Entwickler jetzt beispielsweise auch in Wäldern Wasser-Pokémon versteckt haben und man selbst in ländlichen Gegenden wie Burgdorf außergewöhnliche Monster finden kann.“ In keiner Weise abgekühlt ist die Begeisterung für das Handyspiel auch bei Joshua Melzer. Dem 22-Jährigen näht Cora Seehaus gerade ein Glurak-Kostüm, und dieses drachenähnliche Fabelwesen zählt zur Gruppe Feuer und Flug.

Teilnehmer aus rund 40 Städten weltweit versuchen an diesem Wochenende, innerhalb von zwei Stunden so viele Taschenmonster zu sammeln und so weite Wege zu gehen wie möglich. Die meisten Communitys sind in USA und Kanada beheimatet, aus Deutschland beteiligen sich Lörrach und Hannover. Tom Borowsky hat auf der Suche nach einem attraktiven Spielfeld Stadt und Herrenhäuser Gärten ins Boot geholt; deshalb müssen die Monsterjäger an diesem Nachmittag nur 3,50 statt sechs Euro Eintritt für das Erkunden des Großen Gartens zahlen. Wer die meisten Pokémon fängt, bekommt eine Jahreskarte für die Herrenhäuser Gärten, der beste Langstreckler einen mobilen Zusatzakku für sein Smartphone.

Die Zwillinge Aaron und Jakob Klinke, sieben Jahre alt, besitzen noch kein eigenes Handy. Darum hat ihnen Vater Andreas für die Sucherei in der historischen Gartenanlage Accounts auf seinem Smartphone eingerichtet. „Egal ob im Zoo, auf Spiekeroog oder im Harz, wir sammeln immer Pokémon“, erzählt der Lindener. Die Familie bewege sich dank des Spiels viel mehr als früher, sogar seine Frau, die dem Spiel nicht viel abgewinnen kann. Allein um vom Level 31 auf das Level 32 zu kommen, sagt Andreas Klinke, sei er an die 400 Kilometer gelaufen – und so hat er in der Summe mit Pokémon Go schon etliche tausend Kilometer zurückgelegt.

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