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Aus der Stadt "Pokémon Go"-Fans besorgt über Müll im Maschpark
Hannover Aus der Stadt "Pokémon Go"-Fans besorgt über Müll im Maschpark
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00:15 24.07.2016
Von Conrad von Meding
Dutzende Spieler fangen im Maschpark Pokémon. Und hinterlassen Müll. Ein Spieler fordert mehr Mülleimer. Quelle: Samantha Franson
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Hannover

„Es ist so ein schönes Ambiente hier im Maschpark – es wäre schade, wenn uns dieser Treffpunkt wegen des herumfliegenden Mülls irgendwann verboten werden würde“, sagt Kilian Stöckemann. Zusätzlich "mobile Mülleimer" könnten seiner Meinung nach Abhilfe schaffen. Der 22-jährige Student gehört zu den Tausenden Heranwachsenden, die in Hannover den neuen Spiel-Hype „Pokémon Go“ zelebrieren. Im Rathaus hat er jetzt beantragt, dass weitere Mülleimer im Maschpark installiert werden, und seine Mitspieler im Internet aufgefordert, ihre Hinterlassenschaften wegzuräumen. Für die Aktion hat er viel Unterstützung in der lokalen "Pokémon Go"-Community erhalten. 

Tatsächlich fliegt im denkmalgeschützten Park nach den abendlichen Treffen zuweilen viel Unrat herum: Plastikflaschen und Pizzakartons, Papier und Tüten. Kein Wunder: Der Park ist Haupttreffpunkt der „Pokémon Go“-Spieler. Anfangs waren es einige Dutzend, inzwischen sind es mehrere Hundert. Sie sitzen an lauen Sommerabenden friedlich am Spielplatz gegenüber vom Landesmuseum, weil dort mehrere virtuelle Portale sind, plaudern, schlendern über die Wege und suchen nach ihren kleinen Spielmonstern. Nach Köln gehört Hannover zu einem der intensivsten Spielorte in Deutschland.

„Es sieht im Maschpark zwar noch lange nicht so aus wie nach manchem Fußballspiel, aber wir haben Sorge, dass es irgendwann Ärger wegen des Mülls gibt“, sagt Stöckemann. Er ist einer der Administratoren der Facebook-Gruppe und hätte zwei weitere Mülleimer für praktisch gehalten, damit niemand die fehlenden Papierkörbe als Ausrede für Müllschlamperei nutzen kann.

Rathaussprecher Dennis Dix findet die Situation „noch nicht dramatisch“. Man rechne damit, dass sich die Anziehungskraft des Spiels bald lege. Solange könnten die Spieler, „wenn ein Müllkorb voll ist, vielleicht den Weg bis zum nächsten gehen“. Dass die Spieler von selbst auf die Stadt zugekommen seien, habe aber einen guten Eindruck bei der Verwaltung hinterlassen.

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