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Polarlandschaft Yukon Bay im Zoo Hannover eröffnet

Video Polarlandschaft Yukon Bay im Zoo Hannover eröffnet

Das vor 15 Jahren im Vorfeld der Expo 2000 aus der Taufe gehobene Konzept „Zoo der Zukunft“ ist vollendet. Mit der Polarlandschaft Yukon Bay wurde am Mittwoch nach 30 Monaten Bauzeit die siebte und letzte Themenlandschaft vor 600 geladenen Gästen und unter großem Medienandrang eröffnet. Von Sonnabend an ist die Anlage auch für das breite Publikum zugänglich.

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Am Mittwoch ist im Zoo Hannover die Polarlandschaft Yukon Bay nach 30 Monaten Bauzeit eröffnet worden.

Quelle: Michael Thomas

„Yukon Bay ist der letzte spektakuläre Baustein beim Umbau eines traditionellen Stadtparkzoos in eine einzigartige Erlebniswelt. Der Zoo Hannover festigt seine europaweite Spitzenposition“, sagte Ministerpräsident Christian Wulff. Regionspräsident Hauke Jagau sprach angesichts der Kosten von knapp 35 Millionen Euro von einem finanziellen Kraftakt, der sich gelohnt habe. „Wenn wir heute nicht eröffnet hätten, bräuchten wir uns über den Bau keine Gedanken mehr machen“, erklärte er mit Blick auf die aktuelle Situation in den öffentlichen Kassen. Möglich geworden war der Bau der Polarlandschaft durch Zuschüsse der Europäischen Union in Höhe von zehn Millionen Euro. Die Region als Eigner des Tierparks trägt zwölf Millionen; der Rest wird über Kredite und Sponsoren finanziert. Insgesamt liegt die Summe, die seit 1996 in den Zoo investiert worden ist, nun bei 111 Millionen Euro.

In der vom Berliner Architekturbüro Pearlman entworfenen, etwa 22.000 Quadratmeter großen Fläche Yukon Bay leben 100 Tiere. 15 Arten sind vertreten, darunter Eisbären, Pinguine und Timberwölfe. „Ich kenne keine vergleichbare Anlage“, schwärmte Zoo-Geschäftsführer Klaus-Michael Machens. Christopher Todd von der EU-Kommission lobte Yukon Bay als Beispiel dafür, dass der Begriff Innovation in Niedersachsen vielfältig verstanden werde. Die Polarlandschaft ist das erste Projekt dieser Art, das aus dem sogenannten EFRE-Topf für die Entwicklung der Wettbewerbsfähigkeit eines Standortes gefördert worden war.

Mit der neuen Attraktion will der Zoo den Einzugsradius und die jährlichen Besucherzahlen erhöhen. Bisher kommen 60 Prozent der jährlich 1,2 Millionen Gäste von außerhalb der Region Hannover – vor allem aus einem Einzugsgebiet im Radius von etwa 150 Kilometern. „Je leckerer die Wurst, desto weiter springt der Hund. Mit Yukon Bay wollen wir bundesweit aufschlagen“, bekräftigte Machens. Die angestrebte Besucherzahl liege bei 1,4 Millionen, die trotz witterungsbedingt verspäteter Eröffnung der Polarlandschaft bei gutem Sommerwetter auch für dieses Jahr noch erreichbar sei.

Eisbären, Wölfe, Pinguine: Die Alaskalandschaft Yukon Bay im Zoo Hannover wurde im Jahr 2010 eröffnet.

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Die neue Attraktion ist mit einer Erhöhung der Eintrittspreise um bis zu 18 Prozent verbunden. Das Tagesticket für Erwachsene kostet bis Ende Oktober 23 Euro, in den Wintermonaten werden es dann 16 Euro sein. „Wir wissen, dass es Menschen gibt, die sich das wegen ihres geringen Einkommens nicht leisten können. Wir denken darüber nach, wie wir auch ihnen den Zoobesuch ermöglichen können“, kündigte Jagau an, erklärte aber, dass für ihn ein Sozialticket nicht infrage komme. Der Regionspräsident verwies gleichzeitig auf schon existierende Vergünstigungen wie etwa von der Sparkasse gesponserte Führungen für Grundschulklassen. Machens erklärte, ohne entsprechende Erlöse aus Eintrittsgeldern gebe es den hannoverschen Tierpark in seiner heutigen Form nicht.

Die Polarlandschaft, die einen wichtigen Teil des Zoos in seiner heutigen Form ausmacht, wurde gestern aus berufenem Munde gewürdigt. „Die unterschiedlichen Landschaften und Miniökosysteme werden dem Besucher einen Einblick in den wirklichen Yukon mit seiner Flora und Fauna vermitteln“, sagte Brian Alexander, stellvertretender Kultur- und Tourismusminister der kanadischen Yukon-Territories.

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