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Politik rechnet mit Zuschuss für Klinikbau

Förderung Politik rechnet mit Zuschuss für Klinikbau

1,3 Milliarden Euro sollen den Investitionsstau in den niedersächischen Krankenhäusern abbauen. Jetzt hofft auch Großburgwedel auf eine Förderung des geplanten Klinikneubaus - trotz vorläufiger Absage aus dem Sozialministerium.

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46000 Quadratmeter groß ist - zwischen Klinik, Rathaus und Fuhrberger Straße - das Gelände des Großburgwedeler Krankenhauses.

Quelle: Ralf zur Brügge

Hannover. Trotz der vorläufigen Absage aus dem Sozialministerium herrscht in der Region Optimismus, dass der Neubau des Großburgwedeler Krankenhauses vom Land gefördert wird. „Es gibt eine große Chance für die Förderung des Neubaus“, sagte der Klinikexperte der SPD-Regionsfraktion, Paul Krause. Das Regionsklinikum stehe „sicher nicht in der ersten Reihe, aber mit ein bisschen zeitlichem Versatz sind wir auch dran“, sagte der Politiker. Er verwies darauf, dass die Region auch in den Fördertopf für die Krankenhausinvestitionen einzahle.

Auch CDU-Fraktionschef Bernward Schlossarek ist sich sicher dass die Region vom Fördertopf des Landes profitiert. Er warnt allerdings vor allzu großem Optimismus: „Es gibt in der Region noch andere Krankenhausträger, die auch Geld beantragt haben“, sagte er. Sicherlich werde nicht die gesamte Medizinstrategie vom Land finanziert. Er forderte das Land auf, seiner Verpflichtung bei der Finanzierung der Kliniken nachzukommen. Auch die CDU-geführte Landesregierung habe sich in diesem Bereich „nicht heldenhaft“ angestellt, meinte er.

Wie berichtet, stellen das Land, der Bund und die Kommunen 1,3 Milliarden Euro bereit, um den Investitionsstau in den niedersächsischen Krankenhäusern abzubauen. Ministerin Cornelia Rundt (SPD) hatte verkündet, dass nur „zukunftsfähige Kliniken“ gefördert werden sollen. Das Geld soll nur den Krankenhäusern zugute kommen, deren Bauplanung weit vorangekommen sei. Das ist beim für Großburgwedel geplanten Neubau nicht der Fall. Gerade erst hat die Geschäftsführung dafür den Auftrag zur Feinplanung und zur Ermittlung der Baukosten erhalten. Experten rechnen damit, dass diese ein- bis eineinhalb Jahre dauern könnte.

Die Regionsversammlung hatte am Donnerstag Plänen für einen Neubau des Krankenhauses in Burgwedel neben dem alten Standort zugestimmt. Gleichzeitig soll das Lehrter Krankenhaus um einen Bereich für Altersmedizin aufgewertet werden. Unter Experten ist umstritten, ob dieses Konstrukt förderfähig ist.

Auch die Geschäftsführung des Klinikums schätzt die Förderaussichten des von der Politik gewünschten Konzepts als gering ein. Besser wäre es gewesen, die beiden Kliniken in einem Krankenhaus zusammenzuführen, hieß es – so, wie die Geschäftsführung es vorgehabt hatte. Auf die jüngste Förderentscheidung des Landes reagierte die Geschäftsführung am Donnerstag„mit Gelassenheit“.

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