Zudem wird die Verwaltung aufgefordert, der Politik einen Vorschlag zu unterbreiten, mit welchen Summen der Leistungssport unterstützt werden kann. Der Antrag ist so umständlich formuliert, weil sich die Grünen im Vorfeld schwer taten, einer Eliteförderung das Wort zu reden. „Uns erscheint der Breitensport wichtiger“, hatte der sportpolitische Sprecher der Grünen, Mark Bindert, erklärt.
Doch nach der Entscheidung im Sportausschuss gab man sich allseits zufrieden. „Das Thema ist zu wichtig für Streitereien zwischen den Parteien“, sagte SPD-Ratsherr Andreas Bergen. Die Stadt müsse nun prüfen, wie insbesondere für Individualsportler bessere Trainingsbedingungen geschaffen werden können. Auch Dieter Küßner (CDU) begrüßte den fraktionsübergreifenden Beschluss, wies aber darauf hin, dass es ja schon einen ganz ähnlichen CDU-Antrag gegeben habe. Diesen Vorstoß hatten die Grünen aber im Dezember 2009 von der Tagesordnung des Ausschusses abgesetzt.
Geradezu salomonisch wirkte der Kommentar von FDP-Mann Jens Meyburg: „Breitensport ist nichts ohne den Spitzensport, und hier füllen wir jetzt eine Lücke.“ Dem mochte niemand mehr etwas hinzufügen.
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Kommentare
Niemand? whoknows – 08.02.10
"Geradezu salomonisch wirkte der Kommentar von FDP-Mann Jens Meyburg: „Breitensport ist nichts ohne den Spitzensport, und hier füllen wir jetzt eine Lücke.“ Dem mochte niemand mehr etwas hinzufügen."Nun dann mache ich das mal. Der Nutzen von Spitzensport ist höchst Zweifelhaft. Klar ist er bei der politik beliebt, da gute Ergebnisse "eigener" Sportler oft von anderen Problemen ablenken - Brot und Spiele fürs Volk.
Aber in echt ist Spitzensport ungesund und oft dopingverseucht, während Breitensport vernünftig betrieben sehr positiv ist. Deshalb würde ich das Geld auch lieber im Breitensport sehen, der oft leidet. Ganz wichtig fänd ich es z.B. jedem Kind die Mitglidschaft in einem Sportverein zu ermöglichen.
Aber die Politiker sehen sich auch gerne zusammen mit Golddekorierten Sportlern feiern.