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Politiker kritisieren Sanierungsstau an Schulen

Investitionsprogramm Politiker kritisieren Sanierungsstau an Schulen

Die Stadt Hannover gibt in den kommenden Jahren rund 45 Millionen Euro für die Sanierung der Schulen aus. Das Investitionsprogramm reicht dennoch oft nur für das Nötigste. Freuen dürfen sich aber die Schüler der IGS Kronsberg: Sie bekommen eine neue Turnhalle.

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Wird erweitert: An der IGS Kronsberg sollen 1700 Schüler lernen.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. Das Programm zur Sanierung von Schulen für die Jahre 2016 bis 2019 hat im Schulausschuss zu heftigen Debatten geführt. In den vier Jahren kann der Fachbereich Gebäudemanagement jeweils rund 45 Millionen Euro ausgeben. In der umfangreichen Liste dominieren Umbauten für Brandschutz und Rettungswege. CDU, aber auch Grüne und Elternvertreter forderten ein, eine Gesamtübersicht über notwendige Sanierungen an den Schulen zu bekommen. „Wir haben sonst keine Möglichkeit zu sehen, was uns wichtiger wäre“, argumentierte Kerstin Seitz (CDU). Regine Kramarek (Grüne) pflichtete bei: „Eine Liste mit Begründung, warum Schulen hintangestellt werden, würde uns helfen.“

Jörg Gronemann vom Fachbereich Gebäudemanagement betonte, eine Liste von Sanierungsprojekten an Schulen mit hoher Priorität lasse sich auch mit dem vom Kämmerer angekündigten zusätzlichen Sonderprogramm nicht abarbeiten. Absoluten Vorrang hätten Pflichtaufgaben der Stadt, wie für ausreichend Schul- und Kita-Plätze zu sorgen.

Bildungsdezernentin Rita Maria Rzyski hielt sich bei ihrem ersten Auftritt im Schulausschuss zurück. Sie betonte, dass die Zusammenführung von Horten und Ganztagsgrundschulen eines der wichtigsten Themen sein werde, das behutsam anzugehen sei. Auf Antrag von SPD und Grünen soll die Verwaltung bis 2018 dazu mit allen Beteiligten einen Rahmenplan erarbeiten.

Gymnasium Limmer: Das Land hat auf Antrag der Stadt die Einrichtung des geplanten neuen fünfzügigen Gymnasiums in Limmer genehmigt. Der Schulausschuss stimmte jetzt zu, dass die neue Schule, die im August 2016 startet, ein offenes Ganztagsangebot bietet. Die Schulpolitiker betonten, dass sie sich eine innovative Reformschule wünschen. Dies kann die Stadt als Schulträger allerdings nur vorschlagen - die Entscheidung liegt bei der bald startenden Planungsgruppe mit Lehrern in der Landesschulbehörde.

Gerhart-Hauptmann-Schule: SPD und Grüne unterstützen den Wunsch der Lehrer, die Realschule in eine Integrierte Gesamtschule (IGS) umzuwandeln. Die Verwaltung ist jetzt beauftragt, eine Planung und einen Zeitplan vorzulegen. Das Problem: Nach Einschätzung der Schulverwaltung ist der Ausbau zu einer vierzügigen IGS mit erheblichen Kosten verbunden.

IGS Kronsberg: Der Schüler-Protest vor dem Rathaus hat geholfen: Wenn die beiden Standorte der IGS Kronsberg Am Kattenbrookstrift zusammengelegt werden, sollen dort auch ausreichend große Turnhallen zur Verfügung stehen. Bisher hatte die Verwaltung vorgesehen, dass die Schüler die alte Halle am Friedrich-Wulfert-Platz weiter mitbenutzen. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum Schüler 20 Minuten verlieren sollen, bis sie beim Sportunterricht ankommen“, sagt SPD-Schulpolitiker Michael Klie. SPD und Grüne haben den Wunsch der Schüler nach einem kompletten Umzug jetzt aufgegriffen. Eltern und Schüler hatten aber auch in den Planungsunterlagen fehlende Klassen- und Freizeiträume kritisiert. Das Schulzentrum ist für rund 1700 Schüler gedacht.

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