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Aus der Stadt Politiker stützen Auszugspläne der Stadt
Hannover Aus der Stadt Politiker stützen Auszugspläne der Stadt
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09:30 17.06.2016
Von Juliane Kaune
Ihme-Zentrum: Zieht die Stadt bald aus? Quelle: Christian Behrens (Archiv)
Hannover

Oberbürgermeister Stefan Schostok erhält weitere Rückendeckung für seine Pläne, den Auszug aller städtischen Mitarbeiter aus dem Ihme-Zentrum prüfen zu lassen. Nachdem die Ratspolitiker bereits in der vergangenen Woche zugestimmt hatten, hat am Mittwochabend nun auch der Bezirksrat Linden-Limmer die Auszugspläne mit großer Mehrheit gebilligt.

Die SPD-Fraktion hatte noch einen Vorstoß unternommen, den Zeitpunkt eines möglichen Auszuges hinauszuzögern. Da die ersten Mietverträge der Stadt bereits Ende 2017 auslaufen, hat die Verwaltung bei ihren Prüfungen diesen Zeithorizont vor Augen. Die Sozialdemokraten im Bezirksrat wiederum halten das für unrealistisch. Fraktionschef Eike Geffers zitierte den städtischen Sachstandsbericht zum Ihme-Zentrum - laut der Drucksache dauert es allein vier Jahre, einen unterirdischen EDV-Knotenpunkt für die Stadtverwaltung aus der Lindener Großimmobilie an einen anderen Ort zu verlegen. Den SPD-Vorschlag, alle Mietverträge im Ihme-Zentrum darum bis 2020 zu verlängern, lehnte der Bezirksrat aber ab.

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Obwohl die örtlichen Mandatsträger dem OB grundsätzlich grünes Licht für seine Pläne gegeben haben, kritisierten sie das Verhalten der Stadtspitze. „Wir fordern die Verwaltung auf, Untergangsszenarien des Ihme-Zentrums in Zukunft sensibler zu handhaben und stattdessen Auffangszenarien zu entwickeln“, sagte Grünen-Fraktionschef Daniel Gardemin. Damit spielte er auf die von der Stadt zugespitzte Darstellung an, nach einem Auszug der Stadt könnte das Ihme-Zentrum so sehr verfallen, dass die verbleibenden Wohnungsbesitzer kein Geld mehr für die bauliche Unterhaltung hätten - und der Komplex letztlich abgerissen werden müsse.

Oberbürgermeister Schostok hatte schon in der vergangenen Woche vor den Ratspolitikern und rund 100 im Rathaus erschienenen Bewohnern versichert, der Abriss sei nicht Ziel der städtischen Strategie. Man wolle Druck auf den Investor ausüben. Zudem werde die Stadt ihren Immobilienbesitz im Ihme-Zentrum - eine Kita - behalten und daher mögliche Hausgeldkosten schultern, wenn der Investor sich verabschieden sollte. In der Bezirksratssitzung wiederholte der Leiter des OB-Büros, Frank Herbert, diese Aussagen. Er ruderte noch weiter zurück: „Wir würden sogar als Mieter ins Hochhaus der Stadtwerke einziehen, wenn diese ausziehen sollten.“ Allerdings müsse der Investor zuvor die Büros umfassend sanieren - eine Bedingung, die auch für den Verbleib der Stadt in den bereits gemieteten Büroflächen gelte.

Einzelvertreter Jörg Schimke befand, dass die Stadt mit ihren wechselnden Positionen „mehr Schaden als Nutzen“ anrichte. Sein Antrag, zu prüfen wie die Mehrheitsverhältnisse im Ihme-Zentrum neu gegliedert werden können, wurde mehrheitlich angenommen. Zudem soll die Stadt eine Auffanglösung für die Wohnungsbesitzer erarbeiten, um von diesen finanziellen Schaden abzuwenden.

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