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Politikerstreit um Stift spitzt sich zu

Vorwurf der Fahrlässigkeit Politikerstreit um Stift spitzt sich zu

Die Auseinandersetzung um das Altenheim Stift zum Heiligen Geist entwickelt sich immer stärker zum Politikerstreit. Am Freitag warf die Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Christine Kastning, CDU-Mann Dieter Küßner vor, sich beim Stift „aus der Verantwortung zu stehlen“. Küßner ist derzeit Vorsitzender des Stiftungsvorstands.

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Christine Kastning (SPD) wirft Dieter Küßner (CDU) vor sich aus der Verantwortung zu stehlen.

Hannover. Dieter Küßner hatte angekündigt, seine Mitarbeit im Vorstand ruhen zu lassen, falls die SPD nicht kurzfristig einen Vorstandsnachfolger für den vor sechs Wochen gestorbenen Martin Hanske nominiert. Hanske war bis zu seinem Tod der Vorsitzende der Stiftung.

Kastning wirft Küßner jetzt vor, er sei offenbar nicht an einer einvernehmlichen Lösung interessiert und versuche, die „anstehenden schwierigen Entscheidungen allein der SPD aufzubürden“. Das sei grob fahrlässig. Ähnliche Vorwürfe hatte Küßner bereits am Tag zuvor gegen die SPD erhoben. Kastning betont, dass ihre Partei gemeinsam mit allen Beteiligten eine „tragfähige Perspektive“ für das Stift entwickeln wolle. Ähnlich äußert sich auch Küßner. Die SPD werde den frei gewordenen Vorstandsposten jedoch nicht kurzfristig besetzen, betonte Kastning. Ihre Fraktion wolle eine gute Lösung finden, und das benötige Zeit und Besonnenheit.

Küßner hat unterdessen angekündigt, zu dem für den heutigen Sonnabend um 15 Uhr im Stift geplanten Adventskonzert zu kommen. Er möchte dort mit Bewohnern und Mitarbeitern ins Gespräch kommen. Während des Konzerts wollen die Bewohner Unterschriften für den Erhalt des Stifts als Altenheim sammeln.

Für Montag ist eine wichtige Vorstandssitzung angesetzt. Nachdem das Stift im Streit um eine höhere Bezahlung Gerichtsverfahren gegen mehrere Mitarbeiter verloren hatte, könnte dann eine endgültige Entscheidung über die Zukunft der ältesten Stiftung der Landeshauptstadt fallen. Es gilt als wahrscheinlich, dass der Betrieb des Altenheims zum 30. Juni kommenden Jahres aufgegeben wird. Wie es heißt, decken die Einnahmen schon lange nicht mehr die Ausgaben des Stifts. Es wird daher erwogen, in dem neugotischen Klinkerbau künftig Obdachlose unterzubringen.

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