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Polizei: Mutter tötete ihre beiden Kinder

Familiendrama in Hannover Polizei: Mutter tötete ihre beiden Kinder

Bei dem Familiendrama in Hannover hat die Mutter erst ihre beiden Kinder und dann sich selbst getötet. Das ging am Mittwoch aus dem Obduktionsbericht hervor. Zu den Hintergründen des schrecklichen Geschehens machte die Polizei keine Angaben. Unklar ist noch, ob die Frau zuerst auch ihren Mann getötet hat.

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Das Wohnhaus der Familie in Gleidingen: Hier war am Vortag die Leiche eines 41-jährigen Familienvaters gefunden worden, am frühen Abend fand man in Hannover die Leichen der Frau und ihrer beiden Kinder.

Quelle: Philipp von Ditfurth

Hannover. Nach dem Tod einer vierköpfigen Familie in Linden-Nord und Gleidingen hat sich der erste schreckliche Verdacht der Polizei bestätigt. Dem Bericht der Gerichtsmediziner der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zufolge erlag der 41 Jahre alte Söhnke T. mehreren Stichverletzungen. „Bei der Untersuchung der Leichen der Frau und der beiden Kinder haben wir keine Anhaltspunkte gefunden, die auf die Beteiligung einer weiteren Person hindeuten“, sagte Polizeisprecherin Martina Stern. Daher gehen die Ermittler weiterhin davon aus, dass die 35-jährige Mutter ihren neunjährigen Sohn sowie ihre dreijährige Tochter getötet und sich danach selbst das Leben genommen hat. Dazu, ob sie zuvor auch ihren Ehemann in dem gemeinsamen Haus in Gleidingen tötete, äußerte sich die Polizei nicht.

Bei einem Familiendrama sind ein Mann, eine Frau und ihre beiden Kinder ums Leben gekommen. Die Polizei ermittelt.

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Ebenso wollten die Ermittler nicht sagen, ob eine Tatwaffe gefunden wurde oder auf welche Art und Weise die 35-Jährige sich und ihre Kinder tötete. T.s Eltern hatte die Leiche ihres Sohnes am Dienstagnachmittag in dem Einfamilienhaus an der Ringstraße in Gleidingen entdeckt und daraufhin die Polizei gerufen. Nachdem diese die Ehefrau des Toten und die beiden Kinder nicht in der Wohnung antrafen, überprüften sie am Abend eine Wohnung in Linden-Nord, die ebenfalls der Familie gehörte. Dort fanden sie die Leichen der Mutter und der beiden Kinder.

Das Paar hatte sich vor geraumer Zeit getrennt. Glaubt man einigen der Bekannten und Nachbarn, lief es bereits seit einiger Zeit nicht mehr gut in der Ehe. Die Polizei sei schon ein ums andere Mal in die Ringstraße gekommen, erzählt eine Nachbarin. Andere sprechen davon, dass die Frau psychische Probleme gehabt haben soll. Irgendwann sollen Söhnke T. und seine Frau dann nicht mehr zusammen gewohnt haben. Ob er aus dem Einfamilienhaus auszog oder sie mit den Kindern in der Wohnung in Linden-Nord lebte, kann jedoch keiner abschließend sagen.

Mittwochnachmittag verrieten nur die zugezogenen Vorhänge der Wohnung und zwei Teelichter vor der Tür des Mehrfamilienhauses an der Otto-Wels-Straße, welche Tragödie sich dort abgespielt hat. Die Nachbarn wollen nicht darüber sprechen.

Auch T.s Kollegen aus dem Niedersächsischen Landesarchiv, wo der Historiker arbeitete, sind „sprachlos und unsagbar traurig über den Tod unseres sehr geschätzten und liebenswürdigen Kollegen und seiner Familie“. Viele kamen nach Auskunft der Leiterin Sabine Graf um 11 Uhr zu einem gemeinsamen Gedenken und Innehalten. „Am Standort Hannover sahen wir uns außerstande, die öffentliche Benutzung des Archivs aufrechtzuerhalten“, sagt Graf. Die Lesesäle in Hannover und Pattensen blieben daher am Mittwoch geschlossen.

In der Kindertagesstätte in Gleidingen, die die dreijährige Tochter besuchte, herrschte Fassungslosigkeit. „So eine Situation hat noch niemand von uns erlebt. Keine Ausbildung hat uns auf so etwas vorbereitet“, sagt Kita-Leiter Markus Metzing. Die Kita bat am Donnerstag umgehend um professionelle Hilfe, bereitete einen Elternbrief sowie die Einrichtung eines Gedenktisches vor. Dort sollten Eltern und Kinder Abschied nehmen können, so Metzing.

 

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