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Aus der Stadt Polizei rettet acht Entenküken und einen Falken
Hannover Aus der Stadt Polizei rettet acht Entenküken und einen Falken
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19:00 13.07.2016
Ein Falke und acht Küken wurden am Dienstag in Hannover von Polizeibeamten gerettet.  Quelle: Polizei (HAZ-Montage)
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Hanover

So etwas kann schon mal passieren, wenn man sich in Hannover nicht so gut auskennt: Lannerfalke Karim sollte Mittwoch der vergangenen Woche bei einer Flugshow im Zoo wie gewohnt seine Runden drehen. Doch dabei packte ihn eine Windböe und brachte ihn offensichtlich so weit vom Kurs ab, dass er nicht mehr zurückfand. Erst sechs Tage später, am Dienstag dieser Woche endete seine Odyssee, die ihn immerhin bis nach Döhren auf eine Grünfläche an der Schützenallee geführt hatte.

Gegen 18.45 hatte eine Passantin ihn dort entdeckt und angesichts des „eingeschüchtert wirkenden Vogels“ die Polizei alarmiert. Zwei Beamte versuchten, den Vogel einzufangen und informierten den Zoo, der Tierpfleger Revin Meyer schickte. Als dieser den 19 Jahre alten Falken rief, nahm dieser noch mal alle verbliebene Kraft zusammen, erhob sich in die Luft und landete nach wenigen Flügelschlägen auf dem ausgestreckten Arm Meyers.

Für die Polizei war das am Dienstag bereits der zweite eher ungewöhnliche Einsatz wegen Tieren. Und es sollte nicht der letzte gewesen sein. Bereits um 17.15 Uhr hatte ein Beamter, der privat am Mittellandkanal unterwegs war, gemeldet, dass dort neun Entenküken offenbar in einem Wehr nahe der Stelinger Straße im Norden Hannovers festsaßen. Als er den Notruf abgesetzt hatte und die Situation näher betrachtete, entdeckte er, dass eines der Tiere bereits tot war. Daraufhin entschied er, nicht länger auf seine Kollegen zu warten und begann schon einmal mit der Rettungsaktion. Gemeinsam mit seinen zwei Kollegen und den Tierrettern der Berufsfeuerwehr Hannover, die wenig später in Nordhafen eintrafen, brachte er die acht anderen Jungtiere unverletzt auf die andere Seite des Mittellandkanals, auf der schon die Mutter der Küken wartete.

Während die Tierretter von der Feuer- und Rettungswache 4 täglich mehrmals zu Notfällen gerufen werden, sind solche Einsätze für die Polizei eher eine Seltenheit. „Wir sperren mal eine Straße, wenn Tiere darauf unterwegs sind, oder überprüfen eine mutmaßliche Gefahrenstelle“, erklärt Polizeisprecher Sören Zimbal. Die originäre Tierrettung überlasse man aber den Kollegen von der Feuerwehr, die mehr als 600-mal pro Jahr im Einsatz sind. Häufig gibt es für die Polizei auch gar nichts zu tun.

So alarmierte ein besorgter Bürger am Dienstag gegen 20.40 Uhr die Polizei, weil er an der Lenther Chaussee ein Kalb entdeckt hatte, das von einer Weide geflüchtet war. „Wir haben uns dann mit dem Besitzer des Tieres in Verbindung gesetzt und er hat uns versichert, dass das Tier von allein wieder zurück auf die Weide findet“, sagt Zimbal. Und tatsächlich, als die Polizei am Abend die vermeintliche Gefahrenstelle kontrollierte, war das Kalb verschwunden. Ganz ohne die Hilfe von Feuerwehr, Polizei oder Zoo.

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