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Aus der Stadt Fußballfan nach Brandanschlag im Visier
Hannover Aus der Stadt Fußballfan nach Brandanschlag im Visier
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20:34 19.05.2017
Von Tobias Morchner
Vor der Pilsstube in der Kramerstraße wurde der Brandsatz auf die 69-Jährige geworfen. Links das Fahndungsfoto der Polizei.  Quelle: Thomas/Polizei/Montage
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Hannover

Die Ermittlungen nach dem Brandanschlag auf eine 69-jährige Frau am Ostersonntag in der Altstadt haben eine überraschende Wendung genommen. Die Polizei fahndet jetzt mit einem Foto nach einem Fußballfan, der den Brandsatz geworfen haben soll. Die Behörde hat Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts eingeleitet.

Die Frau war am 16. April gegen 0.30 Uhr mit einer Bekannten in der Altstadt unterwegs. Als beide durch die Kramerstraße in Richtung Marktkirche gingen, kam ihnen ein dunkel gekleideter Mann entgegen. Er warf gezielt einen Brandsatz in Richtung der Frauen. Das mit Brennspiritus gefüllte Gefäß schlug vor der 69-Jährigen auf, die Flammen setzen die Hose des Opfers in Brand. Die 69-Jährige warf sich auf den Boden. Geistesgegenwärtig griffen drei Zeugen des Anschlags ein und löschten das Feuer. Der Täter flüchtete derweil. Die Frau erlitt einen Schock und wurde in einer Klinik behandelt.

Ein weiteres Foto, das die Polizei am Freitag ebenfalls veröffentlichte, zeigt den Aufschlag des Brandsatzes vor dem Opfer. Auf dem Bild ist die Explosion des Wurfgeschosses vor der 69-Jährigen zu erkennen. Der Werfer hatte offenbar billigend in Kauf genommen, dass die Frau bei dem Anschlag schwerste Verletzungen davontragen könnte. Deshalb wird sich der Täter nicht wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, sondern wegen eines versuchten Tötungsdelikts verantworten müssen.

Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass es sich bei dem Brandsatz-Werfer um einen 25 bis 30 Jahre alten Fußballfan handelt, der zuvor mit anderen Gleichgesinnten vor der nahe gelegenen Kneipe Pilsstube gestanden hatte. Der Täter ist 1,75 bis 1,80 Meter groß, schlank und hat eine sportliche Figur. Er trug eine schwarze Jacke mit Kapuze. Die Gründe für die Tat sind bislang vollkommen unklar. Ebenfalls noch unbeantwortet ist die Frage, warum sich die Fußballfans vor der Kneipe aufgehalten haben. Es ist nicht auszuschließen, dass es sich um 96-Fans handelt, denn die Kneipe gilt als beliebter Treffpunkt der sogenannten Ultras.

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Ob der Brandsatz-Wurf in der Kramerstraße im Zusammenhang mit dem Derby steht, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen. Hinweise auf den Gesuchten nimmt der Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer (05 11)  1 09 55 55 entgegen.     

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