Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Polizei hofft auf Hinweise im Fall Monika P.

Neues Fahnungsvideo veröffentlicht Polizei hofft auf Hinweise im Fall Monika P.

Mehr als fünfeinhalb Jahre nach dem Mord an Monika P. aus Linden hofft die Polizei mithilfe eines Fahndungsfilmes neue Hinweise zu bekommen. In dem gut drei Minuten langen Video, das am Freitag ins Internet gestellt wurde, fassen die Ermittler alle Erkenntnisse zusammen, die die Mordkommission „Rose“ seit dem 4. Januar 2010 gesammelt hat.

Voriger Artikel
Das ist heute wichtig
Nächster Artikel
Der sprechende Bulli hilft auf dem Schulweg

Mit einem Video bittet die Mordkomission der Polizei um Hinweise im Fall Monika P.

Quelle: Polizei Hannover/Screenshot

Hannover. An diesem Tag hatten Spaziergänger die Beine und den Torso der 24-jährigen Gelegenheitsprostituierten unter der Legionsbrücke in der Ihme entdeckt. Die Arme und der Kopf der Drogenabhängigen, die in der Küche einer Behindertenwerkstatt arbeitete, sind bis heute verschwunden. „Staatsanwaltschaft und Polizei ließen seitdem nichts unversucht, um die Tat aufzuklären“, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung der beiden Behörden.

Nach dem grausigen Fund hatten Taucher, Polizeihunde und Beamte mit einem Sonarboot die Ihme abgesucht. Mit einem Massengentest in Linden versuchten die Fahnder auf die Spur des Mörders der jungen Frau zu kommen. In der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ suchte die Polizei nach Zeugen. Doch weder diese Maßnahme noch eine Belohnung von 3000 Euro für sachdienliche Hinweise brachte einen Durchbruch. „Auch fünf Jahre nach dem Tod der jungen Lindenerin haben die Kriminalbeamten keine heiße Spur“, sagt Staatsanwältin Kathrin Söfker.

Im Fall der ermordeten Monika P. setzt die Polizei Hannover verstärkt auf die Öffentlichkeit.

Im Fall der ermordeten Monika P. setzt die Polizei Hannover verstärkt auf die Öffentlichkeit.

Zur Bildergalerie

Mit dem jetzt veröffentlichten Video wolle man den Fall der Öffentlichkeit wieder in Erinnerung rufen, so Söfker. Dadurch hofft die Polizei, dass sich mögliche Zeugen auch fünf Jahre nach der Tat bei den Behörden melden.
Zuletzt wurde Monika P. zum Jahreswechsel 2009/2010 lebend gesehen, als sie mit Familienangehörigen in der Selmastraße Silvester feierte. Gegen 2 Uhr verließ sie die Feier. Vier Tage später fanden Passanten die in Müllsäcken verpackten Leichenteile in der Ihme. Die Tüten können nach Information der Polizei nur im Großhandel gekauft werden und werden meist von Reinigungsbetrieben genutzt.

Zudem erstellten die Ermittler gemeinsam mit den Experten der Abteilung für operative Fallanalyse des Landeskriminalamtes (LKA) ein Täterprofil. Die Polizei geht davon aus, dass der Täter zum Tatzeitpunkt allein in Linden wohnte oder dort seine Arbeitsstelle hatte, wo er wahrscheinlich handwerklich tätig war. Zudem soll er Teil der Drogenszene gewesen sein, zumindest aber der Konsum von Drogen toleriert haben. Der körperlich fitte Mann hatte nach Einschätzung der Fahnder entweder eine Gartenlaube oder eine Werkstatt und hatte regelmäßig Kontakt zu Katzen und Hunden.

Zeugen, die Hinweise zu der Tat geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (05  11) 1 09 55 55 zu melden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Neue Fotoausstellung im Sprengel-Museum

Unter dem Titel "Und plötzlich diese Weite" eröffnet am 10. Dezember im Sprengel Museum eine neue Ausstellung.