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Polizei nennt Zahlen zu Flüchtlingskriminalität

Statistik für Hannover Polizei nennt Zahlen zu Flüchtlingskriminalität

Bei der Polizeidirektion Hannover hat ein Umdenken eingesetzt, was die Veröffentlichung der Zahl der durch Flüchtlinge begangenen Straftaten anbetrifft. Noch vor wenigen Tagen wollte die Behörde die Zahlen nicht herausgegeben - jetzt schon: Sieben sexuelle Übergriffe in zwei Monaten.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Hatte die Behörde noch vor wenigen Tagen auf HAZ-Anfrage mitgeteilt, die seit November 2015 erhobenen Daten würden vorerst nicht herausgegeben, hat man sich nun vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse vom Wochenende umentschieden. Gestern veröffentlichte die Polizeidirektion die Zahl der von Flüchtlingen begangenen sexuellen Übergriffe auf Frauen. Demnach registrierten die Ermittler zwischen dem 5. November und dem heutigen Tag in ihrem Zuständigkeitsbereich insgesamt sieben sexuelle Übergriffe durch Flüchtlinge. Dabei handelt es sich in drei Fällen um Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, darunter eine Vergewaltigung und die versuchte Vergewaltigung aus Gleidingen vom Wochenende. Die anderen vier Fälle waren sogenannte Beleidigungen auf sexueller Basis, darunter der Übergriff auf eine 25-Jährige in der Damentoilette der Discothek Indiego Glocksee ebenfalls am vergangenen Wochenende.

Dirk Grösch vom Vorstand des Unabhängigen Jugendzentrums Glocksee, zu dem der Club gehört, hält den Vorfall für „nicht ladenspezifisch.“ „Das passiert überall, wo Männer sind“, sagt er. Berichte über seit etwa drei Jahren bestehende Schwierigkeiten mit einer größeren Gruppe Nordafrikaner, die Taschendiebstähle begehen, Drogen verkaufen und Frauen belästigen, weist er zurück. Seit der Eröffnung des neu gestalteten Glockseeparks am Peter-Fechter-Ufer habe sich die offene Drogenszene von der Faustwiese dorthin verlagert. „Am Anfang gab es mit diesen Leuten einige Probleme“, räumt Grösch ein. Die Dealer versuchten, ihre Geschäfte auf dem Gelände des Jugendzentrums zu tätigen. Der Vorstand habe sich daraufhin mehrfach unter anderem mit der Polizei und der Stadt zusammengesetzt. Inzwischen sei das Problem weitgehend vom Glockseegelände verschwunden. „Bei sexistischen oder rassistischen Vorfällen in der Disco oder dem Café greift der Sicherheitsdienst rigoros durch“, sagt Grösch.

Deutlich mehr Prozesse

Das Amtsgericht verzeichnet seit Dezember einen spürbaren Anstieg von Strafverfahren gegen Asylbewerber. Dabei handele es sich meist um Ladendiebstähle und Antänzer-Delikte, wie Gerichtssprecher Jens Buck mitteilte. Häufig säßen Flüchtlinge auf der Anklagebank, die schon ein Jahr oder länger in Deutschland leben. Wie aus Justizkreisen zu hören ist, kommt die Mehrzahl aus Nordafrika, dem Sudan, Georgien oder den Balkanstaaten; oft würden Diebstähle auch gewerbsmäßig und in Gruppen begangen.

So begann gestern am Amtsgericht ein beschleunigtes Verfahren gegen Mustafa S. (26) und Rabah L. (38). Die Algerier, die in einer Flüchtlingsunterkunft in Sarstedt wohnen, sollen am Wochenende versucht haben, einem sprachbehinderten Rollstuhlfahrer im Café Glocksee seinen Rucksack zu stehlen. Dabei wurden sie von einem aufmerksamen Sicherheitsbeamten ertappt.

tm

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