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Polizei beendet kurdische Spontan-Vorlesung

Hochschule Polizei beendet kurdische Spontan-Vorlesung

Eine spontane Versammlung kurdischer Studierender ist am Montagabend in der Leibniz Universität mit einem Polizeieinsatz zu Ende gegangen.

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Die Polizei hat am Montagabend eine spontane Veranstaltung kurdischer Studierender in der Leibniz Uni beendet.

Quelle: Tobias Morchner

Hannover.  Der Vorlesungstag in der Leibniz Universität ist am Montag mit einem Polizeieinsatz zu Ende gegangen. Kurdische Studierende wollten spontan eine Veranstaltung zum Thema „Wer ist Öcalan“ im Lichthof der Hochschule abhalten, nachdem die Uni keinen Hörsaal für das Treffen zur Verfügung gestellt hatte. Volker Epping, der Präsident der Universität, machte von seinem Hausrecht Gebrauch. Die Polizei begleitete die rund 50 Studierenden vor das Gebäude.

Der Verband der Studierenden Kurdistans YXK hatte ursprünglich für eine Vorlesung über den Anführer der in Deutschland verbotenen kurdischen Organisation PKK, Abdullah Öcalan, einen Hörsaal, den sogenannten Bielefeldsaal, von der Hochschule angemietet. Die Zustimmung zu dem Nutzungsvertrag für die Räumlichkeiten hatte die Uni am Freitag zurückgezogen. „Eine Begründung für den Rücktritt von der Zusage ist nach dem Gebäudenutzungsplan der Hochschule nicht notwendig“, teilte ein Vertreter der Leibniz Uni den Mitgliedern des Verbandes mit.

Dennoch waren am Montagabend rund 20 Studierende in den Hörsaal gekommen. Als sie den Raum auch nach wiederholter Aufforderung nicht freiwillig verlassen wollten, schaltete die Hochschule die Polizei ein. Auch Uni-Präsident Volker Epping erschien vor Ort und diskutierte vor dem Saal mit den inzwischen rund 50 kurdischen Studierenden und deren Sympathisanten.

Die Organisatoren der Veranstaltung ließen sich dadurch dennoch nicht abhalten. Spontan stellten sie im Lichthof des Hauptgebäudes Stühle auf und begannen mit dem angekündigten Vortrag über Abdullah Öcalan. Die Polizei geleitete die gruppe schließlich vor die Hochschule. Dort skandierten sie Parolen und zogen dann ab. „Es ist das erste Mal, dass wir mit dieser Gruppierung Schwierigkeiten haben“, sagte Epping der HAZ. Am Montag jährte sich der Gründungstag der PKK –“wahrscheinlich haben sie das zum Anlass für die heutige Veranstaltung genomen“, sagte der Uni-Präsident weiter.

Von Tobias Morchner

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