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Polizei erwischt 748 Raser bei Großkontrolle

Region Hannover Polizei erwischt 748 Raser bei Großkontrolle

Bei einer zweitägigen Verkehrskontrolle in Hannover und Laatzen hat die Polizei fast 750 Tempoverstöße geahndet. Dafür hatten die Beamten von Freitagnachmittag bis Sonntagabend vier Kontrollstellen in der Region eingerichtet.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Bei einer ähnlichen Großkontrolle im August vergangenen Jahres hatte die Behörde nur 550 Raser ertappt, obwohl sie eine Woche lang an 47 Orten in der Region die Verkehrsteilnehmer kontrollierte. „Damals wurden die Autofahrer jedoch direkt nach der Kontrolle angehalten“, erklärt Polizeisprecher Zimbal die große Differenz. „Das wurde bei der aktuellen Kontrolle nicht gemacht. Daher konnten die Kollegen mehr Fahrzeuge kontrollieren.“

Für die aktuelle Verkehrskontrolle postierten sich Beamte des Zentralen Verkehrsdienstes an der Bundesstraße 65 im Bereich Seelhorster Kreuz, auf dem Westschnellweg (B 6), an der B 3 in Höhe der Abfahrt Bult sowie auf der B 443 in Höhe des Verkehrssicherheitszentrums. Dort maßen sie die Geschwindigkeiten von insgesamt 14.438 Fahrzeugen und stellten dabei 748 Verstöße fest. Das entspricht einer Quote von 5,2 Prozent. Zum Vergleich: Als das Land Niedersachsen im April vergangenen Jahres am bundesweiten Blitzermarathon teilnahm und die 24-stündige Kontrolle im Vorfeld ankündigte, lag die Quote bei 2,6 Prozent.

Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) äußerte daraufhin Zweifel an der Wirksamkeit dieser zuvor angekündigten Großkontrollen und zog öffentlich in Erwägung, dass sich das Land künftig nicht mehr daran beteiligen werde. „Den kurzfristigen Effekt kennen wir schon. Bei einer breiten medialen Ankündigung, wie wir das bisher gemacht haben, fährt im Vergleich zu einem normalen Tag mit punktuellen, unangekündigten Kontrollen nur ein Viertel der Autos und Lkws in diesen 24 Stunden zu schnell“, sagte Pistorius damals. Dieses Verhalten könne für kurzfristigen Gehorsam und eben nicht für eine langfristige Wirkung sprechen.

Seitdem hat sich die Polizeidirektion Hannover sowohl an landesweiten Kontrollen beteiligt, ging teilweise aber auch unabhängig auf die Jagd nach Verkehrssündern. „Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit stellt noch immer eine der Hauptunfallursachen dar“, heißt es dazu von der Behörde. „Um diesem Phänomen entgegenzuwirken, legt die Polizeidirektion weiterhin einen Fokus auf die Überwachung der Einhaltung der Tempovorgaben.“

Von den 748 Rasern, die am Wochenende erwischt wurden, müssen 373 mit einem Verwarngeld rechnen. 340 von ihnen werden einen Bußgeldbescheid über 70 Euro zugestellt bekommen und bekommen einen Punkt im Verkehrssünderregister in Flensburg. 25 Auto- und Motorradfahrer müssen sogar ihren Führerschein für einen Monat abgeben, da sie die erlaubte Geschwindigkeit um mehr als 41 Stundenkilometer überschritten.

Der absolute negative Spitzenreiter der vergangenen Kontrolle war ein Motorradfahrer, der am Seelhorster Kreuz mit Tempo 161 geblitzt wurde. In diesem Bereich ist nur Tempo 80 erlaubt. Den Motorradfahrer erwarten nun ein Bußgeld von 600 Euro, drei Monate Fahrverbot sowie zwei Punkte im Verkehrszentralregister.

Das sagt die Unfallstatistik

  • 35.398 Unfälle ereigneten sich im vergangenen Jahr im Verantwortungsbereich der Polizeidirektion Hannover. Das ist der höchste Wert seit 15 Jahren.
  • Trotz der seit Jahren ansteigenden Zahl der Unfälle, verzeichnet die Polizei einen Rückgang bei der Anzahl der bei Unfällen verletzten Personen.
  • 64 Menschen wurden bei Unfällen in der Region im Jahr 2014 getötet, 640 schwer verletzt. 2015 lag die Zahl der Verkehrstoten in der Region bei 49, die der Schwerverletzten bei 569.
  • Dieser positive Trend ergibt sich vor allem aus der sinkenden Zahlen der Personen, die bei Unfällen im Stadtgebiet verletzt oder getötet wurden.
  • Während sich die Zahl der in der Stadt getöteten Personen von 18 auf 7 mehr als halbiert hat, ist die Zahl der im Umland getöteten Verkehrsteilnehmer von 34 auf 30 gesunken. Insgesamt 283 Verkehrsteilnehmer wurden 2014 bei Unfällen in der Stadt schwer verletzt. 2015 waren es nur noch 234. Im Umland sank die Zahl von 289 auf 283.
  • 70 Prozent aller Unfälle außerhalb der Ortschaften sind auf zu hohe Geschwindigkeit zurückzuführen.
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