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Aus der Stadt Morddrohungen: Polizei fährt verstärkt Streife am Zoo
Hannover Aus der Stadt Morddrohungen: Polizei fährt verstärkt Streife am Zoo
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19:11 06.04.2017
Anlass des Streits ist der Umgang einiger Pfleger mit den Elefanten im Zoo Hannover. Quelle: Kutter
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Hannover

"Wir stehen im engen internen Austausch mit dem Zoo", sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Nach der Ausstrahlung des Berichts im ARD-Magazin „Report Mainz“ über die Elefantenhaltung im Zoo Hannover hatte der Zoo am Mittwoch zahlreiche Morddrohungen und andere Gewaltandrohungen erhalten. Sie richteten sich gegen die Elefantenpfleger, alle Zoo-Mitarbeiter und auch gegen ihn, berichtet Zoo-Geschäftsführer Andreas Casdorff. Der Zoo habe Strafanzeigen erstattet.

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Tierschützer werden Pflegern im Zoo Hannover vor, Baby-Elefanten zu misshandeln, um ihnen Kunststücke beizubringen. 

In dem Film, der auf Material der Tierschutzorganisation Peta beruht, sind Szenen zu sehen, wie Tierpfleger einen sogenannten Elefantenhaken vor allem bei Jungtieren einsetzen. Peta hat Strafanzeige gegen den Zoo gestellt. Es sei nun Sache der Staatsanwaltschaft zu prüfen, ob ein Verdacht auf Verstöße gegen das Tierschutzgesetz besteht, sagte die Tierschutzbeauftragte des Landes, Michaela Dämmrich, der HAZ. Der Haken ist nach Angaben von Zoochef Casdorff so konstruiert, dass er die Tiere nicht verletze.

Casdorff erklärte, er sei nach dem Beitrag persönlich betroffen gewesen. „So, wie die Bilder zusammengeschnitten waren, fand ich sie emotional berührend.“ Er hat Peta um das gesamte Material gebeten. „Wir wollen sehen, ob wir etwas falsch gemacht haben.“ Der Zoo wolle überprüfen, ob etwas geändert werden müsse. Dafür will Casdorff einen Sachverständigen einschalten. „Der Ruf des Zoos steht auf dem Spiel“, sagte er.

Peta will am Sonnabend gegen den Zoo demonstrieren. Für 10.30 Uhr ist eine Kundgebung am Steuerndieb angemeldet.

Zoo-Besucher reagieren gelassen

Viele Besucher des Zoos gehen dagegen gelassener mit den Vorwürfen um. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Elefanten hier misshandelt werden“, sagt etwa Heike Busse aus Hannover, die gerne die Elefanten besucht. Sie traue der Tierschutzorganisation Peta, die die Vorwürfe erhoben hat, kein objektives Urteil zu. Die Stangen würden überall benutzt, wo mit Wildtieren gearbeitet werde, sagt Manfred Geißler, der mit seiner Frau im den Zoo ist.

Elefanten im Zoo müssten nicht unbedingt Kunststücke vorführen, meint Wilfried Rust, der mit seiner Frau in den Zoo gekommen ist. Gemeinsam mit seiner Frau Gisela kann er sich nicht vorstellen, dass die Pfleger die Elefanten mit den Stangen verletzen. „Es gibt keine Verletzungen, sonst wären sie ja zu sehen.“

r./dpa/mak

Die Aussagen der Elternvertreter klingen dramatisch: Grundschulkinder, die ob des Gedränges verängstigt sind. Busse, die übervoll erst gar nicht anhalten. Jugendliche, die nachmittags aufgrund ungünstiger Abfahrzeiten mehr als eine Stunde unterwegs sind. 

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