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Aus der Stadt Polizei findet 3,6 Kilo „Spice“ bei Razzia
Hannover Aus der Stadt Polizei findet 3,6 Kilo „Spice“ bei Razzia
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15:53 24.02.2016
Quelle: dpa (Symbolfoto)
Hannover

Der Verkaufswert des Rauschgiftes läge bei etwa 40.000 Euro, sagte die Polizei am Mittwoch. Bei dem Einsatz wurden eine 22-jährige Frau, sowie zwei 29- und 31-jährige Männer vorläufig festgenommen. Sie stehen im Verdacht mit dem „Spice“ gewerbsmäßig gehandelt zu haben. Nach ersten Ermittlungen ließ die Polizei sie allerdings wieder frei.  

16 Verletzte nach „Spice“-Konsum

Zuletzt gab es Ende Januar einen polizeilich gemeldeten Vorfall mit der Kräutermischung „Spice“. Die Polizei nahm zwei Verdächtige fest, nachdem sich innerhalb kurzer Zeit 16 Personen bei den Beamten gemeldet hatten, die durch den „Spice“-Konsum zum Teil lebensbedrohliche Vergiftungen erlitten. 

lni/mhu

Gefahr aus der Kräutertüte

Sogenannte Legal Highs werden als Kräutermischungen, Badesalze oder Lufterfrischer ausgewiesen und im Internet als vermeintlich legale Alternative zu illegalen Drogen angeboten. Viele Hersteller haben sich darauf spezialisiert, die in den Produkten enthaltenen Substanzen chemisch leicht zu verändern. Dann fallen sie nicht mehr unter das Betäubungsmittelgesetz. Sie tragen harmlose exotische Namen wie "Bonzai Summer Boost" oder "Amazonas Vanilla" und werden meist über Online-Shops verkauft. Zielgruppe sind vor allem Jugendliche und junge Erwachsene.

Der Konsum kann schwere gesundheitliche Folgen haben. Kreislaufversagen, Ohnmacht, Psychosen, Wahnvorstellungen, Muskelzerfall, Nierenversagen und lebensbedrohliche Vergiftungen sind möglich. Legal Highs enthalten meist Betäubungsmittel oder ähnlich wirkende chemische Substanzen, die jedoch auf den Verpackungen nicht ausgewiesen sind. Für die Konsumenten ist der Gebrauch somit unberechenbar. In vielen Mischungen findet man zum Beispiel synthetische Cannabinoide, die an den gleichen Rezeptoren im Gehirn andocken wie der Haschisch-Wirkstoff THC.

In Deutschland ist der private Besitz von Legal Highs, solange diese nicht im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes gelistet sind, bislang nicht strafbar. Sie fallen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (Juli 2014) auch nicht unter den Arzneimittelbegriff.

dpa

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