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Aus der Stadt Polizei findet Schießstand auf Dachboden
Hannover Aus der Stadt Polizei findet Schießstand auf Dachboden
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21:30 12.07.2014
Von Michael Zgoll
Quelle: Archiv (Symbolbild)
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Hannover

Die Wände waren dekoriert mit Reichskriegsflagge und Hitler-Ölgemälde, auch unbrauchbar gemachte Handgranaten, Stahlhelme und etliche Hundert Schuss Munition zählten zum Inventar. Als die Polizei das Domizil im Januar 2013 durchsuchte und diverse Waffen beschlagnahmte, stieß sie auf dem Dachboden sogar auf einen Schießstand.

Vor sechs Wochen versuchte der 45-jährige Wohnungsinhaber - ein Sportschütze mit NPD-Vergangenheit - per Eilantrag, wenigstens die erlaubnisfreien Waffen wie Schreckschusspistolen oder Luftgewehre zurückzubekommen. Doch das Verwaltungsgericht Hannover wies dieses Ansinnen am Freitag zurück. Aufgrund der Fotos, die der Polizei im Dezember 2012 bei Ermittlungen gegen „Besseres Hannover“ in die Hände gefallen waren, gebe es keine Zweifel, dass „der Antragsteller im waffenrechtlichen Sinne zwingend als unzuverlässig anzusehen“ sei. Der 45-Jährige habe seinen Gästen auch waffenscheinpflichtige Waffen ausgehändigt, damit sich diese „in martialischen und gewaltverherrlichenden Posen“ fotografieren lassen konnten, so die 12. Kammer. Auf den Fotos waren elf Männer und eine Frau in Feierlaune zu erkennen. Die zehn männlichen Besucher zählten zur inzwischen verbotenen Gruppierung „Besseres Hannover“; vier von ihnen posierten mit scharfen Waffen, für die sie - anders als der Wohnungsinhaber - keinen Waffenschein hatten. Der Landkreis Hameln-Pyrmont ließ schließlich 29 Schusswaffen, einen Schlagstock und ein Schwert beschlagnahmen.

Im Februar 2014 stellte die Staatsanwaltschaft Hannover das strafrechtliche Ermittlungsverfahren gegen den Sportschützen wegen geringer Schuld und mangelnden öffentlichen Interesses ein. Noch nicht beschieden hat das Verwaltungsgericht die grundlegende Klage des Sportschützen gegen die waffenrechtliche Verfügung des Landkreises. Das Zurückweisen des Eilantrags zur Herausgabe der erlaubnisfreien Waffen lässt aber vermuten, dass seine Chancen zur Wiedererlangung der erlaubnispflichtigen Waffen auch nicht besser stehen.

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