Die Polizei, die mit einem Großaufgebot zwischen dem Hauptbahnhof und der AWD-Arena im Einsatz war, sprach am späten Abend von einer „insgesamt ruhigen Lage“ und „kleineren Störversuchen“. Zwar zogen zahlreiche Fußballfans nach Spielende durch die Innenstadt und versuchten, Unruhe zu stiften. So wollten 50 Anhänger von 96 in den Hauptbahnhof vordringen. Doch die Polizei hatte die Lage im Griff und verwehrte der Gruppe den Zutritt. Die Beamten verhinderten zudem, dass etwa 100 Fans beider Vereine auf den Schützenplatz zogen. Kurz vor 24 Uhr rotteten sich knapp 200 Fans in der Knocherhauer- und der Karmarschstraße zusammen. Die Polizei achtete darauf, die rivalisierenden Gruppen zu trennen.
Das Verhältnis zwischen den Anhängern der „Roten“ und den Paulianern gilt als feindselig. Insgesamt waren knapp 1600 St.-Pauli-Fans mit dem Zug nach Hannover gereist, knapp tausend kamen zum Bahnhof Fischerhof und wurden zum Stadion geleitet. Nach Polizeiangaben befanden sich darunter 150 gewaltbereite Anhänger. Unter den Fans von 96 waren 300 sogenannte Problemfans.
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