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Polizei hilft Üstra beim Schutz vor Terror

Gemeinsames Sicherheitskonzept Polizei hilft Üstra beim Schutz vor Terror

Die Polizei und der Verkehrsbetrieb setzen auf engere Kooperation, auch bei der Fahndung nach Personen. Mehr Personal wird es allerdings nicht geben. Die Zusammenarbeit ist Teil eines gemeinsamen Sicherheitskonzepts.

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Der Sicherheitsdienst Protec wird künftig gemeinsam von Üstra und Polizei fortgebildet.

Quelle: Clemens Heidrich

Hannover. Die Polizeidirektion und die Üstra haben am Donnerstag ihr gemeinsames Sicherheitskonzept erneuert und ausgeweitet. Um das Risiko von Terrorangriffen auf den öffentlichen Nahverkehr - wie erst vor wenigen Tagen in London - minimieren zu können, arbeitet die Behörde bereits seit 2005 mit dem Verkehrsbetrieb zusammen. Wegen der aktuell weiterhin hohen Gefahr eines Terroranschlags haben beide Seiten ihr Konzept jetzt noch einmal überarbeitet.

Verbesserte Zusammenarbeit

Künftig soll die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Üstra unter anderem im Bereich der Fahndung nach Personen verbessert werden. Zudem sollen gemeinsame Lagebilder erstellt werden. Üstra und Polizei organisieren außerdem künftig gemeinsam die Fortbildung der Üstra-Sicherheitsmitarbeiter. Für nächstes Jahr ist eine gemeinsame große Übung geplant. Eine Plakatkampagne unter dem Motto „Aufmerksam unterwegs“ wird die Fahrgäste der Üstra für den Fall sensibilisieren, dass sie herrenlose Gepäckstücke oder verdächtige Personen an den Haltestellen beobachten. „Vor diesem Hintergrund ist es mir ein wichtiges Anliegen, unsere Zusammenarbeit in Form eines aktualisierten Kooperationsvertrages heute schriftlich zu besiegeln“, sagte Polizeipräsident Volker Kluwe. Der Behördenleiter erinnerte in diesem Zusammenhang an das wegen eines befürchteten Terroranschlags abgesagte Länderspiel in Hannover im Jahr 2015. Bereits damals sei deutlich geworden, wie gut die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Üstra klappe und wie wichtig eine enge Kooperation sei, sagte Kluwe.

Sicherheitsbesprechungen 

Darüber hinaus beinhaltet der neue Kooperationsvertrag regelmäßige gemeinsame Sicherheitsbesprechungen - mindestens einmal pro Halbjahr. Im Zuge des überarbeiteten Sicherheitskonzeptes sind zudem gefährdete Anlagen des öffentlichen Nahverkehrs kategorisiert und die IT-Sicherheit bei Polizei und Üstra angepasst worden. „Die Unterstützung der Polizei ist für uns nicht nur eine Pflicht, sondern eine Herzensangelegenheit“, sagte Üstra-Vorstand André Neiß.

Kein zusätzliches Personal

Eine Aufstockung des Personals beinhaltet die neue Sicherheitsvereinbarung allerdings nicht. Es werden also künftig weder zusätzliche Protec-Mitarbeiter noch Polizeibeamte in den Stadtbahnen oder an den Haltestellen präsent sein. Man habe im Zusammenhang mit dem neuen Sicherheitskonzept die Lage analysiert. „Dabei haben wir festgestellt, dass zusätzliches Personal die Sicherheitslage vor Ort nicht verändern würde“, sagte Mathias Lindscheid, der Geschäftsführer der Üstra-Tochterfirma Protec.

Bereits Anfang September hatte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg der Üstra mit ihrem Konzept der Überwachungskameras in Stadtbahnen den Rücken gestärkt. Die Videokameras in Bussen und Bahnen dürfen weiter laufen, entschieden die Richter.

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