Die Polizei kontrollierte unter anderem am Kröpcke, entlang der Langen Laube und in der Kurt-Schumacher-Straße. Die Bereiche gelten als Unfallschwerpunkte, in den vergangenen Monaten verunglückten dort besonders viele Radfahrer. Insgesamt zogen die Beamten 126 Radler aus dem Verkehr, die ihnen zuvor wegen eines Fehlverhaltens aufgefallen waren. Davon fuhren 39 Radfahrer in der Fußgängerzone, 38 waren auf dem Gehweg oder aber auf der Straße anstatt auf einem vorhandenen Radweg unterwegs. „Die Reaktion der Radfahrer auf die Kontrolle war ganz unterschiedlich. Sie reichte von Einsicht bis zu völligem Unverständnis“, sagte Polizeisprecher Heiko Steiner.
Die Polizeidirektion Hannover teilte mit, dass Radfahrer sich immer häufiger nicht an die für sie geltenden Regeln im Straßenverkehr halten. Im vergangenen Jahr waren Radfahrer an 156 Unfällen in der Innenstadt beteiligt, in 61 Fällen trugen sie die Schuld. In diesem Jahr wurden in der Innenstadt bereits 24 Radler durch Zusammenstöße verletzt.