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Polizei nimmt DNA-Proben 
in demoliertem Fanzug

Nach Verwüstung von Regionalexpress Polizei nimmt DNA-Proben 
in demoliertem Fanzug

Die Ermittlungen der Polizei nach den Ausschreitungen von gewaltbereiten Hannover-96-Fans am Wochenende laufen auf Hochtouren. In der Nacht zum Sonnabend hatten die Fußballchaoten in einem Abteil eines Regionalexpresses wüst randaliert. Gesammelte DNA-Proben sollen die Täter nun überführen.

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Im Abteil des Regionalexpresses beschmierten die Chaoten die Wände, verrichteten ihre Notdurft, leerten Feuerlöscher und erbrachen sich auf den Boden.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Hannover/dpa

Hannover. In Dortmund, Bielefeld und Hannover werten die Fahnder Videomaterial aus, befragen Zeugen und sichern Spuren aus dem verwüsteten Abteilen des Regionalexpresses, in dem die Fußballchaoten in der Nacht zu Sonnabend randalierten. Hannover 96 dagegen zeigte sich am Mittwoch wesentlich weniger entschlossen. Dort will man sich zu den Vorgängen vom Wochenende vorerst nicht mehr äußern.

Auf dem Rückweg vom Auswärtsspiel bei Schalke 04 hatten die Randalierer einen Bahnwaggon zerstört. Sie traten die Deckenverkleidung ein, verrichteten ihre Notdurft, entleerten die Feuerlöscher, beschmierten das Wageninnere mit Edding und erbrachen sich auf den Boden. „Wir sind dabei, DNA-Proben und Fingerabdrücke auszuwerten, die wir an Bierflaschen- und Dosen, Zigaretten und in dem Zugabteil gesichert haben“, sagt Bundespolizeisprecher Martin Ackert. Dass die Randalierer überführt werden, sei jedoch nicht sehr wahrscheinlich. Da die verwüstete Regionalbahn ein älteres Modell war, gab es darin keine Überwachungskameras, die die Täter hätten filmen können.

„Wir haben Videomaterial, dass wir derzeit Stück für Stück sichten“, sagt der Dortmunder Bundespolizeisprecher Volker Stall. Darauf sei zu sehen, wie die gewaltbereiten Fans der „Roten“ im Hauptbahnhof Beamte angriffen. Die Daten sollen auch nach Hannover geschickt und mit den Erkenntnissen der Kollegen aus der niedersächsischen Landeshauptstadt abgeglichen werden. „Natürlich stehen wir auch mit der Landespolizei in Bielefeld in Kontakt “, sagt Stall.

Dort war eine Gruppe der Fußballchaoten durch die Innenstadt gezogen und hatte erheblichen Schaden angerichtet. Nach Informationen des Polizeipräsidiums konnten Beamte schon in der Nacht zu Sonnabend 15 Personen vorläufig festnehmen, gegen die Anzeige wegen Landfriedensbruchs, Sachbeschädigung und Widerstands gegen Vollzugsbeamte erhoben wurde. „Wir sind solche Vorfälle leider schon gewohnt“, sagt der Dortmunder Bundespolizeisprecher Stall. Immer wieder komme es am Wochenende zu Ausschreitungen zwischen Problemfans und der Polizei. „Dagegen kommen wir mit unseren Mitteln nicht mehr an“, sagt Stall. Politik und Vereine seien gefragt, dieses Problem zu lösen.

Auf Nachfrage der HAZ verurteilte am Mittwoch der erst im September gewählte Fanbeirat die Vorgänge, ohne dabei konkret zu werden: „Wir können diese Vorfälle nicht gutheißen. Grundsätzlich ist jede Form von Vandalismus abzulehnen“, ließ das Gremium über den hannoverschen Rechtsanwalt Andreas Hüttl ausrichten.

Hüttl hatte als Vorstandsvorsitzender des Fanbeteiligungs- und Unterstützungsvereins 96 die Gründung des Beirates mit initiiert. Die sieben Vertreter des Fanbeirates baten zudem darum, nicht alle Fans über einen Kamm zu scheren.     

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