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Aus der Stadt Unfall nach wilder Verfolgungsjagd auf A2
Hannover Aus der Stadt Unfall nach wilder Verfolgungsjagd auf A2
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00:26 21.01.2016
Symbolbild Quelle: Archiv
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Hannover

Nachdem der 33-Jährige Beamten der Autobahnpolizei aufgefallen war, lieferte er sich mit den Polizisten ein Rennen über die A2, quer durch Lehrte und konnte erst kurz vor der A7 durch einen Unfall gestoppt werden.

Nach Informationen der Polizei wurden Beamte einer zivilen Funkstreife gegen 15 Uhr auf den Opel Corsa aufmerksam, weil die Kennzeichen, mit denen der Wagen von Braunschweig in Richtung Hannover auf der A2 unterwegs war, zu einem anderen Fahrzeug gehören.   

Die Beamten setzten sich daraufhin mit ihrem Wagen vor den Opel und zeigten dem Fahrer an, ihnen auf die Raststätte Lehrter See zu folgen. Statt sich kontrollieren zu lassen, trat der 33-Jährige aber das Gaspedal durch und flüchtete gemeinsam mit seiner 27 Jahre alten Beifahrerin über die A2 in Richtung Hannover. Dabei überholte er die anderen Autos auf der Strecke links, rechts und fuhr teilweise sogar über den Standstreifen. Dann zog er nach rechts und verließ an der Anschlussstelle Lehrte die Autobahn.

Während der Verfolgungsjagd durch Lehrte touchierte der Opel an der Marktstraße einen Linienbus, in dem sich nach Angaben der Polizei etwa 20 Fahrgäste befanden. Verletzt wurde durch den Zusammenstoß glücklicherweise niemand. Der Schaden an dem Bus beläuft sich nach Schätzungen der Polizei auf etwa 2000 Euro. Der 33-Jährige ließ sich dadurch nicht beirren und überfuhr auf seiner Flucht quer durch Lehrte mehrere rote Ampeln, bevor er wieder auf die A2 in Richtung Hannover fuhr.

Erst mit Hilfe eines weiteren Streifenwagens schaffte es die Polizei schließlich, den Raser zu stoppen. Dafür setzten sich die Beamten aus Lehrte mit ihrem Auto vor den Opel. Als der 33-Jährige im Bereich der Tangente in Richtung A7 versuchte, den Streifenwagen rechts zu überholen, übersah er offenbar, dass sich die Fahrbahn dort verengte. So wurde der Opel Corsa zwischen Leitplanke und Streifenwagen eingeklemmt. Der Fahrer des Polizeiautos zog daraufhin nach links, um dem Opel Platz zu machen, der 33-Jährige verlor jedoch die Kontrolle über sein Fahrzeug, das ins Schleudern geriet und entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen kam.

Doch auch jetzt zeigte sich der Fahrer des Opel nicht einsichtig und leitete bei seiner Verhaftung erheblichen Widerstand. Weder er noch seine Beifahrerin wurden durch den Unfall verletzt. Den Schaden schätzt die Polizei auf etwa 8500 Euro.

Da der Opel-Fahrer keinen Führerschein besitzt, die Kennzeichen an seinem Auto nicht zu dem Wagen gehören und er selbst angab, unter Drogen zu stehen, ermittelt die Polizei wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln und Verstößen gegen das Kraftfahrtsteuer- und Pflichtversicherungsgesetz, sowie Straßenverkehrsgefährdung, Verkehrsunfallflucht, Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

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