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Aus der Stadt Diebe entkommen trotz filmreifer Verfolgungsjagd
Hannover Aus der Stadt Diebe entkommen trotz filmreifer Verfolgungsjagd
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00:15 18.11.2016
Rund eine Dreiviertelstunde lang verfolgte die Polizei den polnischen 7,5-Tonner, in dem die beiden Diebe saßen. Als sie den Wagen gegen 4.30 Uhr stoppte, flohen die Verdächtigen zu Fuß – und sprangen von einer Brücke in die Freiheit. Quelle: Christian Elsner
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Hannover

Ein filmreifer Polizeieinsatz auf dem Südschnellweg hat am Dienstagmorgen zu langen Staus im Berufsverkehr geführt. Nach einer langen Verfolgungsjagd hatten Beamte gegen 4.30 Uhr in Anderten, wo die Schnellstraße über die Höversche Straße führt, den 7,5-Tonner zweier mutmaßlicher Diebe gestoppt. Um ihrer Festnahme zu entgehen, flüchtete die beiden Verdächtigen aus ihrem Lastwagen, kletterten über die Mittelschutzplanke, rannten über die Gegenfahrbahn und sprangen anschließend mehrere Meter tief von der Brücke in ein Waldstück. Die Polizei sperrte je eine Spur der B 65 wegen der Fahndung nach den Männern. Die Suche musste allerdings am Vormittag ergebnislos eingestellt werden.    

Der spektakuläre Kriminalfall hatte eine Dreiviertelstunde zuvor, gegen 3.45 Uhr, auf der Raststätte Auetal an der Autobahn 2 seinen Anfang genommen. Einem Fernfahrer waren die beiden Verdächtigen und ihr 7,5-Tonner mit polnischen Kennzeichen aufgefallen. Die Männer hatten zuvor die Plane eines anderen Lastwagens aufgeschlitzt und rund 30 Kartons mit diversen Elektroartikeln von dem Auflieger in ihr eigenes Fahrzeug umgeladen. Der bestohlene Fernfahrer hatte von dem Diebstahl nichts mitbekommen. Der Zeuge verständigte die Polizei und beschrieb das Fluchtfahrzeug der Diebe.

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Am frühen Morgen hat die Polizei mit einem Großaufgebot zwei Flüchtige am Südschnellweg in Höhe Höversche Straße gesucht.

Im Verlauf der Fahndung fiel einer Streifenwagenbesatzung der gesuchte 7,5-Tonner in Höhe der Abfahrt Langenhagen auf. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf. An der Anschlussstelle Bothfeld verließ der Lastwagen die Autobahn und fuhr, teils mit hoher Geschwindigkeit, durch das Stadtgebiet. Es grenzt an ein Wunder, dass bei der wilden Verfolgungsjagd niemand verletzt wurde.

Inzwischen hatte die erste Streifenwagenbesatzung Verstärkung von mehreren Kollegen bekommen. Auf Anhaltezeichen reagierte der Fahrer des 7,5-Tonners nicht und setzte seine Fahrt über die Autobahn 37 und schließlich den Südschnellweg in Richtung Westen fort. Erst auf der Schnellweg-Brücke konnte die Polizei den Lastwagen stoppen. Doch durch den Sprung von der Brücke entkamen die Diebe dennoch ihren Verfolgern.

Die Polizei durchsuchte das Waldstück am Südschnellweg mehrere Stunden lang. Spürhunde und Kollegen der Bereitschaftspolizei, ausgestattet mit einer Wärmebildkamera, unterstützen die Beamten dabei. Die Ermittler kontrollierten zudem jedes einzelne Fahrzeug, das die Brücke passierte, um auszuschließen, dass sich die Diebe in einem der Wagen versteckten. Doch alle Bemühungen waren umsonst: Die Ladungsdiebe waren entkommen. Von ihnen fehlt jede Spur.

Wie es die beiden Verfolgten geschafft haben, der Polizei zu entwischen, bleibt ein Rätsel. Eine Beschreibung der Täter liegt nicht vor. Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass sich einer oder beide bei dem Sprung von der Brücke verletzt haben. Alle Hoffnungen der Fahnder liegen jetzt auf der kriminaltechnischen Untersuchung des 7,5-Tonners. Der Lastwagen wurde sichergestellt und soll in den kommenden Tagen auf Fingerabdrücke und DNA-Spuren abgesucht werden. Es ist nicht auszuschließen, dass die Täter in der Vergangenheit bereits mit der Polizei zu tun hatten, kriminaltechnisch behandelt wurden und sich ihr genetisches Material in einer Polizeidatenbank wiederfindet.

Die Polizei sucht dringend Zeugen, die im Bereich des Schnellwegs in Anderten zwei verdächtige Männer beobachtet haben. Hinweise auf die Planenschlitzer nimmt der Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer (05 11) 1 09 55 55 entgegen.

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