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Tippen tötet: Polizei und Verbände warnen

Landesweiter Verkehrssicherheitstag Tippen tötet: Polizei und Verbände warnen

Polizei und Verkehrsverbände warnen vor den Gefahren durch das Benutzen von Handys beim Autofahren. Beim Verkehrssicherheitstag auf dem Ernst-August-Platz am Sonnabend versuchten Mitarbeiter auf die besonderen Probleme aufmerksam zu machen.

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Beim Verkehrssicherheitstag der Polizei konnten sich die Besucher auf dem Ernst-August-Platz auf den Kopf drehen lassen.

Quelle: klein

Hannover. Die speziellen Gefahren beim Tippen auf dem Mobiltelefon während des Autofahrens standen im Mittelpunkt des Verkehrssicherheitstages am Sonnabend in Hannover. „Wenn man im Stadtverkehr drei Sekunden auf das Display statt nach vorne schaut, befindet man sich 50 Meter im Blindflug“, sagte Hannovers Polizeipräsident Volker Kluwe zur Eröffnung der Veranstaltung auf dem Ernst-August-Platz. Zwar seien noch immer überhöhte Geschwindigkeit, Verletzung der Vorfahrtsregeln und falsches Abbiegen die Hauptursachen für Unfälle. Die Polizei in Niedersachsen beobachte jedoch mit großer Sorge, dass immer häufiger die Ablenkung durch technische Geräte während des Fahrens Unfallursache ist.

Trotz des wechselhaften Wetters mit zahlreichen Schauern waren nach Angaben der Polizei mehrere Tausend Besucher auf den Bahnhofsvorplatz gekommen. Wer wollte, konnte dort auch praktisch erfahren, wie sehr das Tippen von Handy-Botschaften die Fahrer ablenkt. An einem Stand war ein Parcours mit Kettcars aufgebaut – die Fahrer mussten während der Fahrt Zahlen ablesen und in ihr Handy tippen. Viele verloren dabei die Kontrolle über die eher langsamen Fahrzeuge und rammten Hütchen oder konnten nicht mehr rechtzeitig bremsen.

Die Bilder zum Tag der Verkehrssicherheit in Hannover.

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Am Stand des Bundesverkehrsministeriums konnten die Besucher einen Konzentrationstest absolvieren. „Gar nicht so einfach“, sagte der erfahrene Motorrad- und Autofahrer Uwe Böhnke. Sehr schnell lasse man sich beim Fahren ablenken. Er hatte gerade erst eine gefährliche Situation hinter sich: Ein vermutlich abgelenkter Autofahrer hatte Motorradfahrer Böhnke überholt, obwohl dieser im selben Augenblick links abbiegen wollte.

Der TÜV bot einen Führerscheintest an, mit erschreckenden Folgen vor allem für die älteren Autofahrer. „Die meisten wären durchgefallen“, sagte TÜV-Mitarbeiterin Natalia Wywijas. Die meisten würden auf mehr als die doppelte der erlaubten Fehlerzahl kommen, berichtete sie. Der ADAC demonstrierte auf dem Bahnhofsvorplatz die möglichen Folgen eines Unfalls durch Ablenkung: Automobilclub-Mitarbeiter Thomas Tschiersch lud dazu ein, das Gefühl in einem auf dem Dach liegenden Auto zu erleben. „Es ist ein richtig komisches Gefühl“, sagte eine Autofahrerin, nachdem sie kopfüber im Sitz gehangen hatte. „Ich habe die ganze Zeit gehofft, dass der Gurt hält“, sagte sie.

Aktion „Sicherer Schulweg“: Wie in jedem Jahr engagiert sich die HAZ auch in diesem Jahr für die Verkehrssicherheit von Schulanfängern. Die Aktion „Sicherer Schulweg“ läuft in diesem Jahr am 7. August. Im Park neben dem Neuen Rathaus informieren Partner der Aktion beim großen Familienfest über die Gefahren im Straßenverkehr. Der Eintritt ist kostenlos.

Von Mathias Klein

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