Die Beamten der beiden Behörden hatten sich zu einer gemeinsamen Großkontrolle des Taxengewerbes entschlossen. Zusammen wurden in der Nacht sowohl stationäre Kontrollstellen eingerichtet, aber auch mobile Überprüfungen der Fahrzeuge in der Landeshauptstadt und dem Umland von Hannover durchgeführt. Im Vorfeld wurde vereinbart, dass eine Beeinträchtigung von Fahrgästen auf das Allernötigste begrenzt werden soll. So wurden die Autos in den meisten Fällen erst dann überprüft, wenn die beförderten Personen ihr Ziel erreicht hatten.
Die meisten Kontrollen wurden an den Halteplätze durchgeführt, noch bevor Fahrgäste aufgenommen wurden. Der mit 75 Jahren älteste kontrollierte Fahrer erklärte, dass er in den vergangenen 47 Berufsjahren noch nie von der Polizei angehalten worden war. Bei ihm stellten die Beamten auch keine Mängel fest.
In 31 anderen Fällen sind Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet worden, die Taxifahrer hatten nicht die erforderlichen Ausrüstungsgegenstände dabei, oder es fehlten Genehmigungen und andere Papiere.
Darüber hinaus haben die Beamten neun Strafanzeigen wegen Leistungsbetruges gestellt. Das geschieht unter anderem, wenn ein Taxifahrer Personen befördert, ohne den Taxameter einzuschalten und den vereinbarten Festpreis dann in die eigene Tasche steckt - oder auch, wenn er Sozialleistungen bezieht und das Geld, was er beim nächtlichen Fahren dazu verdient, beim Staat nicht angibt. Ein 52-Jähriger gab direkt zu, dass er auf diese Weise nebenbei noch 300 Euro "schwarz" dazu verdient. Mehrere Verdachtsfälle diesbezüglich werden vom Zoll noch einer weiteren Überprüfung unterzogen. Vermutlich folgen auch hier diverse Strafanzeigen.
Bei einer Kontrolle am Bahnhofsvorplatz musste ein 40 Jahre alter Fahrer seine Schicht sofort beenden. Er wies sich mit Papieren aus, die auf unterschiedliche Personen ausgestellt waren. Den Personenbeförderungsschein hatte er sich offensichtlich von jemand anderem ausgeliehen. Ihn erwartet ein Strafverfahren wegen Missbrauchs von Ausweispapieren. Auch sein Arbeitgeber muss mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige rechnen, er hätte den Mann nicht fahren lassen dürfen.
ots / tfi
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Kommentare
Schwarzarbeit Dulli – 08.02.10
da zahlt man jahrelang in die Arbeitslosenversicherung ein und hat einen Anspruch auf 1650€ monatlich im ersten Jahr und 1400€ monatlich im zweiten Jahr.Dann kam die SPD mit Hr. Schröder.
1650€ monatlich im ersten Jahr und 0 im zweiten Jahr. Natürlich bei gleichbleibenden Monatsbeträgen zur Versicherung.
Jetzt frage ich mich wer hier wen betrügt. Der Hartz IV Empfänger der eigentlich Anspruch auf mehr hätte, oder die Politiker.
Retourkutsche 2 nobilis – 07.02.10
Ich schätze, hierbei handelt es sich um keine Retourkutsche der Grünen ( Hab aber auch nix mit denen am Hut ), sondern um eine seit mindestens 15Jahren überfällige Maßnahme der Polizei/Zoll, dem extrem überhand nehmendem Mißbrauch von "Sozialleistungsbetrug im nicht unerheblichem Maße" beizukommen! Wenn sich "Mietwagenbetriebe" im verstärktem Maß darauf konzentrieren ( Hier sei angemerkt, dass es sich um Mietwagenbetriebe handelt, bei denen es Ausnahmeregelungen zur Mitführung eines Wegstreckenzählers handelt), also z.B.: Flughafentransfer, hauptsächlich darauf konzentrieren durch völlig indiskutable Preispolitik sich gegenseitig das kaum noch vorhandene Geschäft zu zerstören, bleibt das letztendlich am Fahrpersonal hängen. Die Fahrer beziehen im Regelfall Hartz IV, sind auf 165.-€ Basis im Nebenjobbereich bei der ARGE angemeldet und arbeiten dann für rund 800-1000 € ( Bar auf die Kralle) 12-17h täglich! Der Unternehmer hat wunderbar günstige Arbeitskräfte und kann schnell seine steuerlich nicht abgerechneten Schwarzgelder in billige Arbeitskräfte investieren! Wer bezahlt es? Der Steuerzahler! Wer macht den Gewinn? Der Unternehmer! Hallo? Weiter so! ICH MÖCHTE JEDEN TAG POLIZEI/ZOLLKONTROLLEN an allen Strassen sehen! Dann würde der Dienstleistungszweig zusammenbrechen! Alle möglichen Dienstleistungsbereiche ( zb Altenpflege ) würden das nicht überleben, sollten entsprechende Maßnahmen der Exceutiv-Gewalten des Staates regelmäßig durchgeführt werden.Retourkutsche ABC – 07.02.10
Ich schätze, es handelt sich hier um eine Retourkutsche der grünen Staadtregierung dafür, daß die Taxifahrer die Frechheit besitzen mit ihren Autos in der Stadt rumzufahren und auch noch über die roten Wellen zu schimpfen. Da ist ein bißchen Einschüchtern der Fahrer die beste Strategie, den Leuten den Mund zu verbieten.Bitte keine unseriösen Vergleiche PW – 07.02.10
Warum wird immer alles mit den "da oben" verglichen? Es handelt sich hier nicht um kleine Vergehen. Schwarzarbeit und Sozialleistungsmißbrauch sind ein Betrug an uns allen, an der Solidargemeinschaft. Schlecht ausgebildete Fahrer, die zudem beim Fahrpreis betrügen sind kriminell und eine Gefahr im Straßenverkehr. Ich danke den beteiligten Behörden und ihren Mitarbeiten, daß sie sich für unser Wohl die nächtlichen Kontrollen "angetan" haben.@michael30449 R.W. – 07.02.10
Ein Anruf in der Zentrale könnte da doch helfen. Dort können Sie doch Ihren Unmut äußern. Sicherlich ist es nicht in Ordnung wenn solche Fahrer unterwegs sind. Aber das kann man glaube ich nicht verallgemeinern.Wichtige kontrollen michael30449 – 07.02.10
Ich finde, dass diese Kontrollen häufiger stattfinden sollten! Wir (Meine Frau und ich) benutzen oft das Taxi. Vor allem am Sonntagmorgen, wenn meine Frau zur Arbeit fährt erlebt Sie sondererbare Taxifahrer. Taxifahrer ohne Ahnung von Tarifen und Taxometer Benutzung zu schweigen von Ortskenntnisse! Wir bekommen immer eine Sammelrechnung, deshalb muß der Taxometer eingeschaltet werden. Eine Kontrolle am Sonntagmorgen wäre sicherlich sinnvoll schwarze Schafe anzutreffen! Wir können uns nicht vorstellen, dass diese Personen je einen Beförderungsschein besitzen! Wir gehen davon aus, dass diese Personen für andere Taxifahrer eingesprungen sind!Auch das noch R.W. – 07.02.10
Und wieder auf die Kleinen und die Grossen läßt man laufen. Hat denn das Hauptzollamt nichts Besseres zu tun.Es geht doch nicht um die Kontrolle der Fahrzeuge, sondern nur darum jemanden zu erwischen, der sich zu seinen wenigen Euros noch ne Kleinigkeit dazuverdient. Grüße an Herrn Nonnenmacher von der HSH und Konsorten...Übrigens: wieviele Nebenjobs haben unsere Landesfürsten wohl so...