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Aus der Stadt Polizei untersucht Leibniz-Keks auf Spuren vom Krümelmonster
Hannover Aus der Stadt Polizei untersucht Leibniz-Keks auf Spuren vom Krümelmonster
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20:08 06.02.2013
Von Tobias Morchner
Noch hat sich Polizei keine Erkenntnisse darüber sammeln können, wer hinter dem Krümelmonster steckt. Quelle: LKA
Hannover

Am Mittwoch sicherten sich die Ermittler die Aufzeichnungen der Videokameras aus allen Stadtbahnen der Linien 4 und 5, die zwischen Montagnachmittag und Dienstagmorgen die Haltestelle vor der Leibniz-Universität angefahren hatten.

Bisher haben die Beamten zwar keinen Hinweis darauf, dass die Täter mit der Bahn zum Hauptgebäude der Hochschule gefahren sind, um den Gold-Keks an der Statue des Niedersachsenrosses zu befestigen. „Wir wollen nur allen Eventualitäten nachgehen“, sagt Polizeisprecherin Jacobe Heers. Die Auswertung des Videomaterials wird allerdings einige Zeit in Anspruch nehmen.

Inzwischen verdichten sich die Anzeichen, dass die Keks-Diebe ihre Beute tatsächlich bereits am Montag vor der Universität aufgehängt hatten. Zeugen wollen an diesem Tag gegen 18 Uhr eine Gruppe von mehreren Personen an der Statue gesehen haben. Die Verdächtigen sollen mit einer Leiter hantiert haben.Entdeckt wurde das Bahlsen-Wahrzeichen allerdings erst am Dienstag gegen 8 Uhr. Bislang konnten die Mitglieder der Gruppe nicht identifiziert werden.

Außerdem befragte die Polizei zwei Männer, die am Dienstagnachmittag ein Video von einer Person im Krümelmonsterkostüm vor der Pferdestatue aufgenommen haben. Wahrscheinlich ist, dass es sich bei der verkleideten Person um einen Trittbrettfahrer handelt und nicht um einen der Täter.

Das "Krümelmonster" stahl im Januar 2013 den Keks vom Bahlsen-Stammhaus. Die ganze Affäre zum Nachlesen.

Auch in der Lindener Diskothek Bei Chez Heinz hat der goldene Keks für Furore gesorgt. Während einer Veranstaltung am Sonnabend tauchten plötzlich Gäste in dem Klub in der Liepmannstraße auf, die einen goldenen Leibniz-Keks unter dem Arm trugen. „Wir haben sie sofort darauf angesprochen, es wurde dann aber schnell klar, dass sich die Gäste eine Attrappe des Wahrzeichens gebastelt hatten“, sagt einer der Betreiber. Dennoch ließen sich an dem Abend zahlreiche Diskobesucher mit dem vermeintlichen Wahrzeichen des Unternehmens fotografieren.

Der echte goldene Bahlsen-Keks befindet sich derzeit in den Labors des Landeskriminalamts Niedersachsen. Experten untersuchen die 20 Kilogramm schwere Metallplatte dort auf DNA-, Mikrofaser- und Fingerspuren. Wie lange diese Analysen dauern werden, steht noch nicht fest.

Derweil will sich das Unternehmen Bahlsen nicht zu der Frage äußern, wann das abgegebene Versprechen, 52.000 Packungen Leibniz-Kekse an 52 verschiedene Einrichtungen der Stadt zu spenden, in die Tat umgesetzt wird. Die Zahl 52 wurde gewählt, weil der Butterkeks des Unternehmens in seiner heutigen Form genau 52 Ecken aufweist. Die Tatsache, dass das verschwundene Firmensymbol ausgerechnet am 5.2. wieder aufgetaucht war und dass Verschwörungstheoretiker in diesem Zusammenhang über eine geschickte Marketingaktion des Süßwarenherstellers spekulieren, wollte Bahlsen nicht kommentieren.

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