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Zerstörte Werkstatt in Ahlem: Es war Brandstiftung

Halle komplett zerstört Zerstörte Werkstatt in Ahlem: Es war Brandstiftung

Der Wert der bei einem Brand zerstörten Autowerkstatt in Ahlem wird auf 2 Millionen Euro geschätzt. Dass das Feuer absichtlich gelegt worden ist, steht für die Polizei fest. Noch gibt es jedoch keinen Tatverdächtigen. 

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Nur noch eine Ruine: Die Werkstatthalle in Ahlem ist von den Flammen komplett zerstört worden.

Quelle: Christian Elsner

Hannover. Die bei einem Großbrand zerstörte Autowerkstatt in Ahlem ist zur Zwangsversteigerung angesetzt gewesen. Wie aus den Unterlagen des Amtsgerichts Hannover hervorgeht, wurde der Wert der nun völlig zerstörten Immobilie vor dem Brand auf 900.000 Euro geschätzt. Die Polizei beziffert den entstandenen Schaden mittlerweile auf 2 Millionen Euro.

„Alles ging sehr schnell“

Dass das Feuer absichtlich gelegt worden ist, steht für die Polizei fest. Das bestätigt auch der frühere Inhaber der Werkstatt. Auch Rechtsanwalt Jens Wilhelm, Zwangsverwalter der Autowerkstatt, geht davon aus. Es sei nicht nur ein Teil der 800 Quadratmeter großen Halle zerstört worden, sondern das komplette Gebäude. „Alles ging sehr schnell“, sagt Wilhelm, „aber wir müssen natürlich das Ermittlungsergebnis abwarten.“ Die Polizei vermutet inzwischen ebenfalls Absicht hinter dem Feuer. „Wir ermitteln wegen vorsätzlicher Brandstiftung“, sagt Behördensprecherin Wiebke Weitemeier. Zeugenhinweise werden unter Telefon (05 11) 109 55 55 erbeten. Gegenüber der HAZ sagt der frühere Eigentümer der Werkstatt, er habe die Rechte daran längst abgetreten. Insofern könne er in keinem Fall der Nutznießer einer solchen Brandstiftung sein. Er sei auch nicht mehr Versicherungsnehmer.   

Bei dem Großbrand in einer Autowerkstatt in Ahlem waren knapp 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz. Es entstand ein Schaden in Millionenhöhe.

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Die Versicherung greift nur dann, wenn der Brand nicht vom Versicherungsnehmer gelegt wurde. Bislang stehe laut Polizei noch kein mutmaßlicher Täter fest. Die Halle war in der Nacht zu Sonntag völlig zerstört worden, die Feuerwehr musste die Flammen mit einem Großaufgebot löschen. Drei Stunden waren die 94 Retter im Einsatz, einer von ihnen wurde bei den Löscharbeiten leicht verletzt. Seit dem Feuer ist die Halle einsturzgefährdet, die Polizei hatte den Brandort noch in der selben Nacht beschlagnahmt.

Die Werkstatt in der Straße Am Bahndamm steht seit 2014 unter Zwangsverwaltung, der Eigentümer kommt aus Hannover. Der Zustand der Immobilie wird in der Versteigerungsankündigung als „durchschnittlich bis gut“ beschrieben, sowohl die Werkstatt als auch die Waschstraße sind vermietet. Die Zwangsversteigerung war für den 9. September um 10 Uhr angesetzt. „Der Termin wurde inzwischen aufgehoben“, sagt Amtsgerichtssprecher Jens Buck. Der zuständige Rechtspfleger hatte im Urlaub vom Feuer erfahren, „noch bevor ich ihn jetzt informieren konnte“, sagt Wilhelm.  

Absperrzäune aufgestellt

Gläubiger ist die Hannoversche Volksbank. „Ich muss jetzt mit den zuständigen Mitarbeitern sprechen“, sagt Zwangsverwalter Jens Wilhelm. Erst dann und nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen könne er sagen, wie es weitergehe. „Zu klären ist, ob die Halle auf Wunsch der Bank wiederaufgebaut werden soll oder ob ihr die eventuelle Auszahlung der Versicherungssumme reicht“, sagt der Zwangsverwalter. Bis dahin muss sich Wilhelm um die Absicherung der Ruine kümmern. Es müssen Zäune aufgestellt werden, damit niemand die Halle betritt.

Von Peer Hellerling

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