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Aus der Stadt Bluttat am Steintor: Polizei wertet Videobilder aus
Hannover Aus der Stadt Bluttat am Steintor: Polizei wertet Videobilder aus
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17:20 19.04.2016
Von Tobias Morchner
Am Steintor wurde ein 21-jähriger Albaner niedergestochen. Die Polizei ermittelt. Quelle: Woldt
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Hannover

Nach dem Mordversuch an einem 21-jährigen Albaner am Montagnachmittag im Steintor setzt die Kripo bei der Aufklärung des Falls ihre Hoffnung in die Auswertung von Aufzeichnungen von Überwachungskameras in dem Viertel. Am Dienstag suchten die Ermittler die Betreiber der Spielhalle im Goethehaus auf, in die sich das Opfer schwer verletzt gerettet hatte. "Sie haben alles mitgenommen, was unsere Kameras aufgenommen haben", sagt einer der Geschäftsführer der Spielothek. Er war es auch, der sich am Montag um den Verletzten gekümmert hatte. "Er kam hier plötzlich reingestürmt und hielt sich eine stark blutende Wunde in der Brust", sagt der Zeuge. Der Betreiber der Spielhalle versorgte den Verletzten und verständigte die Rettungskräfte. "Es hat eine Ewigkeit gedauert, bis Hilfe hier war, obwohl ich denen gleich gesagt hatte, dass es um eine Stichverletzung geht", sagt er. Der junge Mann sei trotz seiner schweren Verletzungen ansprechbar gewesen. "Die Sanitäter haben ihn doch tatsächlich gefragt, ob er zum Rettungswagen laufen könne", empört sich der Spielhallen-Chef.

Die Hintergründe der Tat sind bislang vollkommen unklar. Mehrere Männer waren am Montagnachmittag im Bereich der Stadtbahngleise in der Mitte der Goethestraße in Streit geraten. So hatten es Zeugen gegenüber der Polizei geäußert. Im Verlauf der Auseinandersetzung habe der junge Mann dann die Verletzungen davongetragen und sei in die Spielothek geflüchtet.

Die Kripo kennt bislang die Identitäten der übrigen Beteiligten nicht. Nennenswerte Hinweise hat es in dem Fall bislang nicht gegeben. Das Opfer konnte bislang ebenfalls nicht zur weiteren Klärung der Hintergründe beitragen. "Das waren bestimmt interne Streitigkeiten", sagt der Betreiber der Spielhalle, ohne weiter ins Detail gehen zu wollen. "Das wird hier im Steintor doch immer schlimmer", sagt ein Gast, der an einem der Spielautomaten sein Glück versucht.

Am Wochenende hatte die Polizei von zwei Raubüberfällen in der Straße Am Marstall berichtet. Seit Montagnachmittag ermittelt die Behörde in dem versuchten Tötungsdelikt an dem 21-Jährigen. Dennoch kann keine Rede davon sein, dass die Kriminalitätsrate in dem weiterhin beliebten Rotlicht- und Ausgehviertel wieder ansteigt. "Die Zahlen bei den Gewaltdelikten in den ersten drei Monaten 2016 sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gleich geblieben", sagt ein Behördensprecher. Bei den Taschendiebstählen sei sogar ein deutlicher Rückgang der Straftaten feststellbar. Zudem sind Beamte der Polizeiinspektion Mitte seit Februar noch regelmäßiger auf Streife durch das Steintor unterwegs, um gegen die sogenannte Antänzer-Szene vorzugehen.

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