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Polizei will einzelne Stadtteildaten zeigen

Kriminalstatistik Polizei will einzelne Stadtteildaten zeigen

Die Polizeidirektion Hannover will in diesem Jahr erstmals eine Kriminalstatistik für jeden einzelnen Stadtteil veröffentlichen. Polizeipräsident Volker Kluwe will die Erhebung für bestimmte Delikte im Herbst gemeinsam mit Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) der Öffentlichkeit vorstellen.

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Quelle: Symbolbild

Hannover. Seit Anfang des Jahres ist eine eigene Arbeitsgruppe der Behörde mit der Ausarbeitung der Präsentation befasst. Denn noch fehlten die richtigen Bezugsdaten, mit denen die Zahlen der Kriminalstatistik in Relation gesetzt werden können.

Seit dem Jahr 2012 ist die Polizei in Hannover in der Lage, einzelne Straftaten nicht nur den zuständigen Kommissariaten, sondern einzelnen Stadtteilen zuzuschreiben. Das war vorher technisch nicht möglich - weil aber der Ruf nach einer stadtteilbezogenen Kriminalstatistik immer lauter wurde, rüstete die Behörde schließlich auf. Um einen aussagekräftigen Vergleichszeitraum zu haben, sollten die Daten fünf Jahre lang gesammelt und dann analysiert werden. „Im Januar 2017 habe ich eine Expertenrunde einberufen, um das weitere Vorgehen zu besprechen“, sagt Polizeipräsident Volker Kluwe der HAZ.

Mit am Tisch saßen unter anderem Thomas Bliesener, Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, und Uwe Kolmey, der Chef des Landeskriminalamts. „Die Experten haben abgeraten, die Rohdaten in der jetzt vorliegenden Form zu veröffentlichen“, sagt Polizeichef Kluwe. Zum einen enthalte die vorliegende Statistik lediglich sogenannte Hellfeld-Daten, also nur Straftaten, die bei der Polizei zur Anzeige gebracht wurden. Sie sage daher nichts über die tatsächlich begangenen Verbrechen im Stadtteil aus. Zum anderen war die Frage nach den Bezugsdaten noch nicht beantwortet, also dem Material, mit dem die Polizei ihre Kriminalstatistik in Relation setzen kann, damit die Stadtteildaten auch Aussagekraft haben. „Die Experten rieten uns dringend ab, die Kriminalstatistik bezogen auf Einwohnerzahlen der Stadtteile zu veröffentlichen“, sagt Behördenleiter Kluwe. Am Beispiel der Innenstadt wird dieser Hinweis besonders deutlich. Dort waren im Jahr 2016 offiziell nur 8778 Menschen gemeldet - errechnete man die Zahl der Verbrechen je 1000 Einwohner würde das Viertel allerdings am schlimmsten abschneiden. „Berücksichtigen muss man einerseits die vielen Pendler in dem Stadtteil und zum anderen die vielen Diskothekenbesucher, die am Wochenende in die City drängen“, sagt Kluwe. Auch von diesen Gruppierungen würden Straftaten verübt - mit dem Stadtteil habe das aber nichts zu tun.

Die stadtteilbezogene Kriminalstatistik von Polizei und Stadt im Herbst soll ausgewählte Delikte aufführen - Straftaten im öffentlichen Raum wie etwa Handtaschenraub und Einbrüche, um dann gezielt präventive Maßnahmen direkt vor Ort anschieben zu können. 

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