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War der Großeinsatz in Vahrenwald gerechtfertigt?

Vorfall vor Schnellrestaurant War der Großeinsatz in Vahrenwald gerechtfertigt?

Die Polizei will die Ereignisse der Nacht zu Freitag nachbereiten - über sieben Stunden hatte Matthias D. die Einsatzkräfte in Atem gehalten. Steht der Aufwand, den die Behörde betrieben hat, im Verhältnis zu dem eigentlichen Vorfall?

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Sieben Stunden vor KFC: Matthias D. auf der Vahrenwalder Straße.

Quelle: Uwe Dillenberg

Hannover. Siebeneinhalb Stunden hielt Matthias D. am Donnerstagabend die Polizei in Atem - indem er nahezu bewegungslos vor dem Eingang eines Schnellrestaurants an der Vahrenwalder Straße verharrte. Er reagierte nicht auf die Ansprache der Polizei. Er bedrohte niemanden. Er sprach kein einziges Wort. Weil die Polizei nicht ausschließen konnte, dass der Mann einen gefährlichen Gegenstand, etwa einen Sprengstoffgürtel oder Waffen, bei sich trug, riegelten Beamte das Gebiet um den Imbiss weiträumig ab.

Mehr als sieben Stunden stand der Mann vor dem KFC an der Vahrenwalder Straße.

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Eine strafbare Handlung hat Matthias D. mit seinem Verhalten nicht begangen. Die Polizei leitete keinerlei  Ermittlungen gegen den psychisch Kranken ein. Er kann also auch nicht für die Kosten des Einsatzes zur Kasse gebeten werden. Dass es dennoch einen siebenstündigen Großeinsatz samt Straßensperrung gab, zeigt, wie verunsichert die Einsatzkräfte in Zeiten des Terrors sind. Steht der Aufwand, den die Behörde betrieben hat, dennoch im Verhältnis zu dem eigentlichen Vorfall?

„Die Polizei hat die Situation von Anfang an sehr ernst genommen“, sagt Behördensprecher André Puiu. Um Unbeteiligte, aber auch die eingesetzten Kollegen zu schützen, seien Spezialkräfte angefordert worden. „Das hat einige Stunden in Anspruch genommen“, sagt Puiu. Darüber hinaus dauerte es, bis die Einsatzkräfte vor Ort alle mit den neuen Schutzwesten der Klasse vier ausgerüstet waren. Zudem habe es eine Weile gebraucht, um die Identität des Mannes zu ermitteln. Auf Fotos, die auch auf der Internetseite der HAZ zu sehen waren, erkannten Bekannte den 42-Jährigen Matthias D. und gaben der Polizei die ersten Hinweise.

Zu klären sein wird noch, warum es nicht gelang, den Mann schlicht und einfach anzusprechen. Einen Versuch unternahm eine Streifenwagenbesatzung schon gegen 20 Uhr, doch der Mann reagierte kaum. Weitere Versuche unterblieben. „Wir werden den Einsatz nachbereiten, um gegebenenfalls Optimierungen für künftige Einsätze treffen zu können“, sagt Polizeisprecher André Puiu.

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