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Polizisten gehen mit Tablets auf Streife

Neue Geräte für Polizei Polizisten gehen mit Tablets auf Streife

Künftig sollen Polizisten in Niedersachsen mit Tablet-PCs auf Streife gehen: Innenministers Boris Pistorius hat am Montag die ersten 45 Geräte in Ronnenberg an die Polizeidirektion Hannover übergeben. Profitieren sollen vor allem die Bürger: Da Papierkram nun vor Ort erledigt werden könne, seien die Beamten präsenter, sagt Pistorius.

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Polizistin Kathrin Priebe zeigt den neuen Tabletcomputer.

Quelle: Nigel Treblin

Ronnenberg. Die Polizeidirektion Hannover ist am Montag als erste Dienststelle in Niedersachsen mit Tablet-PCs ausgerüstet worden. Innenminister Boris Pistorius (SPD) übergab die 45 Geräte im Kommissariat Ronneberg an den Leiter des Einsatz- und Verkehrsdezernats der Behörde, Uwe Lange. Mit der Einführung der Geräte bricht für die Beamten im Einsatz ein neues Zeitalter an. Die Bürger würden in Zukunft ebenfalls von der Nutzung mobiler Informationstechnik (IT) profitieren, sagte Pistorius. „Es wird dadurch mehr Polizei auf der Straße geben, weil vieles nicht mehr am Schreibtisch erledigt werden muss“, sagte der Innenminister.

Mit den neuen Geräten können Polizisten künftig am Einsatzort schneller die Daten beispielsweise von Unfallbeteiligten erfassen, Beweise sichern und die Fahnder unterstützen. Alle Daten, die bisher handschriftlich in ein Buch eingetragen und später auf der Wache in den Computer übertragen wurden, werden künftig nur einmal erfasst. Mit den Tablets können die Ermittler Anfragen beim Kraftfahrtbundesamt vornehmen, sie haben direkten Zugriff auf das Fahndungssystem und können ihre Einsätze direkt in das Vorgangsbearbeitungssystem Nivadis der Behörde eingeben. Bislang mussten die Ein- satzkräfte vor Ort per Funk die Kollegen auf der Leitstelle kontaktieren, die dann die Datenabfragen erledigt haben.

Das Land Niedersachsen stattet die Polizei flächendeckend mit Tablets aus.

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Um die sensiblen und personenbezogenen Daten zu schützen und zu gewährleisten, dass sie nicht in falsche Hände geraten, sind die Rechner nach Angaben des Innenministeriums mit einem „speziell gesicherten Betriebssystem“ ausgestattet. Ein Mitlesen der INformationen durch Dritte, so versicherte Boris Pistorius, sei durch die Verschlüsselung der Daten mit dem sogenannten End-to-End-Verfahren unmöglich. Die Entwicklung des Sicherheitssystems sei in enger Abstimmung mit der niedersächsischen Landesbeauftragten für Datenschutz erfolgt.

Der Entscheidung für den Kauf von insgesamt 500 Tablets war ein umfangreiches Pilotprojekt des Innenministeriums im vergangenen Herbst vorangegangen. Die Polizeiinspektionen Oldenburg, Osnabrück und Lüneburg testeteten insgesamt 60 der Geräte im Einsatz- und Streifendienst. Der Praxistest hatte zu guten Ergebnissen beim Einsatz im Alltag der Polizei aber auch in Bezug auf die Datensicherheit geführt.

Der hannoversche Datenschutz-Aktivist Michael Ebeling sieht die Einführung der Tablets bei der Polizei mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Er freue sich einerseits für die Beamten, die an vielen Stellen mit veralteter Technik zu kämpfen hätten oder sogar ihre privaten Geräte im Dienst nutzen müssten, um ihre Arbeit erledigen zu können. „Andererseits ist die Technik heute noch nicht so weit, dass ein Tablet zu 100 Prozent gegen Hackerangriffe abgesichert werden kann - deswegen haben ich ein gewisses Bauchgrummeln wegen der Einführung der neuen Geräte“, sagt er.

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