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Pollähne erneut zum Bezirksbürgermeister gewählt

Bezirksrat Südstadt-Bult Pollähne erneut zum Bezirksbürgermeister gewählt

Mit kräftigem Applaus haben die Mitglieder des Bezirksrats Südstadt-Bult und die überwiegende Zahl der Besucher der Sitzung im Athanasiushaus die erneute Wahl von Lothar Pollähne zum Bezirksbürgermeister begrüßt. Der SPD-Politiker erhielt 18 Ja-Stimmen, der einzige anwesende AfD-Vertreter enthielt sich der Stimme.

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Dieter Küßner (CDU) gratuliert Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne (rechts) nach der Wahl im Bezirksrat.

Quelle: Klein

Hannover. Der Bezirksrat bestätigte zudem Stellvertreter Ekkehard Meese (Grüne) mit demselben Abstimmungsergebnis im Amt.

Pollähne ist der dienstälteste Bezirksbürgermeister Hannovers. Der 66-Jährige war vor zehneinhalb erstmals in dieses Amt gewählt worden, gleich in seiner ersten Sitzung als Bezirksratsmitglied.
Im Bezirksrat setzen SPD und Grüne ihre Zusammenarbeit aus der vergangenen Wahlperiode fort. Die beiden Fraktionen haben zusammen elf der insgesamt 21 Sitze des Gremiums. Neu in dem Gremium vertreten ist die AfD mit zwei Mitgliedern. Die wiedergewählten Einzelvertreter von Linken und FDP räumten vor Beginn der Sitzung ihre bisherigen Plätze im Bezirksrat, um nicht neben der zweiköpfigen AfD-Fraktion sitzen zu müssen. Nun sitzen sie gemeinsam mit SPD und Grünen auf der Seite, die den Plätzen von CDU, AfD und dem Einzelvertreter der Piraten gegenüberliegt.

Über Themen wurde in der ersten Sitzung nicht diskutiert, nur einmal ging es kurz um den Integrationsbeirat. Der Vorsitzende der AfD-Fraktion, Sören Hauptstein, meldete sich zu Wort, um sich die Aufgabe des Integrationsbeirats erklären zu lassen.

Vor der Wahl von Pollähne und Meese hatte Dieter Küßner (CDU) als ältestes Bezirksratsmitglied dazu aufgerufen, „pfleglich miteinander umzugehen“. Man könne „hart diskutieren, aber immer so, dass man sich hinterher wieder in die Augen schauen kann“, betonte Küßner. „Wir wollen für unseren Stadtbezirk alle das Beste“, sagte er. „Und das Beste ist nicht das, was der Einzelne will, sondern was die Gemeinschaft will.“

Neun der 21 Lokalpolitiker sind neu im Bezirksrat. In der ersten Sitzung des neuen Gremiums verabschiedete Pollähne die Kommunalpolitiker, die nicht mehr im Bezirksrat vertreten sind, mit jeweils einer Flasche Sekt. Unter ihnen ist auch Helmut Jäkel, der 30 Jahre lang im Bezirksrat saß. Er hat schon viele Verabschiedungen miterlebt und wusste deshalb, dass es Sekt gibt: Also war er mit einer Tragetasche in den Bezirksrat gekommen.

mak

Es wird komplizierter

Es wird komplizierter für den alten und neuen Bürgermeister Lothar Pollähne (SPD) in Südstadt-Bult. Im Stadtbezirk reicht zwar niemand an seine große Popularität heran. Aber im Stadtbezirksrat haben sich mit dem Einzug der AfD die Akzente verschoben. Ging es bisher in den Diskussionen im Bezirksrat auch oft darum, ob ein Bauprojekt ausreichend Parkplätze aufzuweisen hat (die übliche Frage der CDU-Fraktion) und ob ein Bauprojekt ausreichend Fahrradstellplätze hat (die übliche Frage von SPD und Grünen), ist noch unklar, wie sich die AfD verhalten wird. Bei der konstituierenden Sitzung frage AfD-Bezirksratsmitglied Sören Hauptstein, welchen Sinn der Integrationsbeirat im Stadtbezirk hat. Das könnte ein erster Hinweis sein, in welche Richtung es gehen soll.
Die Einzelvertreter von FDP und Linken im Bezirksrat haben schon deutlich gemacht, was sie von der AfD halten: gar nichts. Sie haben sich in der konstituierenden Sitzung von ihr distanziert – indem sie sich von ihren angestammten Plätzen weggesetzt haben, um nicht neben der AfD zu sitzen. Spannend wird jetzt, wie SPD, CDU und Grüne mit der AfD umgehen. Auf jeden Fall wird es im Bezirksrat komplizierter.

Ein Kommentar von Matthias Klein

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