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Poller entschärfen Verkehrssituation am Astor

Nikolaistraße Poller entschärfen Verkehrssituation am Astor

In den Abendstunden schwillt der Autoverkehr rund ums Astor-Kino erheblich an. Fahrzeuge bewegen sich im Schritttempo, immer auf der Suche nach einer Lücke am Straßenrand oder auf Gehwegen. Dem Falschparken hat die Stadt Hannover jetzt einen Riegel vorgeschoben, indem sie 30 Poller und etwa 20 Radbügel montiert hat. 

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In der Nikolaistraße wurden auf dem Gehweg Poller und Radbügel aufgestellt, um parkende Autos auf dem Gehweg zu verhindern.

Quelle: Insa Cathérine Hagemann

Hannover. Auf der anderen Straßenseite werden demnächst weitere Bügel installiert. Und während Autofahrer weiter durch die Seitenstraßen kurven, gibt es etliche freie Plätze im Parkhaus neben dem Astor-Kino. „Wir haben noch Kapazitäten und bieten günstige Stellflächen für Anwohner“, sagt Karsten Klaus, Chef der städtischen Union Boden, die das Parkhaus betreibt. Kinobesucher zahlen für vier Stunden im Parkhaus den vergünstigten Preis von 2,50 Euro. „Es ist verwunderlich, dass Kinobesucher zwölf Euro und mehr für eine Karte ausgeben, aber 2,50 Euro für einen Parkplatz scheuen“, sagt FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke.

Die Nikolaistraße hat mit dem Astor-Kino einen Besuchermagneten bekommen. Geschäftsleute jubeln, weil das totgesagte Viertel wiederbelebt wurde. Doch viele Anwohner sind verärgert. Sie zahlen viel Geld für ihre Anwohnerparkplätze, aber wenn sie abends nach Hause kommen, sind die Stellflächen belegt. Zudem parken die Fahrzeuge im Nikolaiviertel vor allem an Wochenenden derart gedrängt, dass Rettungswagen kaum noch durchkommen. Die Stadt Hannover hat anfangs mehr Politessen in das Quartier geschickt. Innerhalb von zwei Stunden haben sie an einem Abend 52 Knöllchen verteilt. Doch die Falschparkerei hat das nicht nachhaltig eingedämmt.

Verschärfte Kontrollen gewünscht

Ob allein die Poller- und Radbügel-Offensive das Problem löst, wird im zuständigen Bezirksrat Mitte bezweifelt. „Die Gefahr droht, dass diejenigen, die zuvor auf den Gehwegen parkten, nun in andere Straßen ausweichen“, sagt Grünen-Fraktionschef Martin Nebendahl. Daher wünscht er sich noch mehr Kontrollgänge von Politessen. „Wenn das nicht reicht, brauchen wir weitere Maßnahmen“, sagt er. So könne er sich vorstellen, dass Falschparker künftig rigoros abgeschleppt werden.

Bezirksbürgermeister Michael Sandow (SPD) sieht in Pollern und Radbügeln zunächst einen Schutz für die Fußgänger. „Menschen mit Rollatoren sind zuvor kaum durch die Reihen der parkenden Autos gekommen“, sagt Sandow. Auch er wünscht sich deutlich mehr Kontrollen im Nikolaiviertel. „Ärgerlich sind die Fahrzeuge, die einfach auf der Straße in der zweiten Reihe abgestellt werden“, sagt er. Die CDU schlägt vor, dass die Polizei mindestens alle zwei Wochen durch die Straßen patrouilliert und Verkehrssünder registriert. Zudem sollen die Fahrbahnmarkierungen an Hofeinfahrten erneuert und Anwohnerparkplätze besser ausgeschildert werden. Die FDP tut sich schwer mit der Forderung nach mehr Schildern und mehr Kontrollen. „Mit jedem Knöllchen sollten die Politessen zugleich einen Hinweis aufs Parkhaus hinter die Windschutzscheibe heften“, sagt Engelke.     

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