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Polnische Austauschschüler treffen Flüchtlinge

BBS 14 Polnische Austauschschüler treffen Flüchtlinge

An der Berufsbildenden Schule 14 im Heideviertel erleben derzeit 15 Austauschschüler aus Polen eine Art Schnellkursus in Willkommenskultur. Ob beim Teetrinken in der Moschee oder in der Sprachlernklasse, wo die Flüchtlinge berichten, wie sie nach Deutschland gekommen sind. 

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So weit war der Weg nach Deutschland: Flüchtlinge mit polnischen Gästen. 

Quelle: Irving Villegas

Hannover. „Vorher hatte ich keine Worte für Flüchtlinge“, sagt Karolina (18), „jetzt weiß ich, wie nett und freundlich sie sind.“ Die polnische Schülerin lächelt Ayeh über den Tisch hinweg an. Die 22-Jährige deutet eine Verbeugung an: „Vielen Dank.“ Und dann fügt sie hinzu: „Es kommt nicht darauf an, welcher Religion jemand angehört, ob er Christ oder Moslem ist oder wie er von außen aussieht, es kommt auf das Innere eines Menschen an.“ Die Gäste aus Polen nicken. Und Mateusz (18) sagt noch: „Ich kann die Flüchtlinge verstehen, sie fliehen aus ihrer Heimat, in der Krieg tobt.“

Das Verständnis für Flüchtlinge ist in Polen im allgemeinen sonst eher nicht so groß, es überwiegt die Skepsis. Flüchtlinge würden häufig als eine diffuse Bedrohung wahrgenommen, wie Englischlehrerin Uta Lechtenberg es ausdrückt. Man habe vor allem die Berichte über die Übergriffe von Flüchtlingen auf Frauen in Köln und Hamburg aus der Silvesternacht in Erinnerung behalten. Deshalb hätten sich die polnischen Gäste im Vorfeld auch erkundigt, ob es sicher sei in Hannover und wie groß die Terrorgefahr sei.

An der Berufsbildenden Schule 14 im Heideviertel, wo Jugendliche für Büro- und Wirtschaftsberufe ausgebildet werden, erleben derzeit 15 Austauschschüler aus Polen eine Art Schnellkursus in Willkommenskultur. Ob beim Teetrinken in der Moschee oder in der Sprachlernklasse, wo die Flüchtlinge berichten, wie sie nach Deutschland gekommen sind - die Verständigung klappt. In den ersten Tagen ihres dreiwöchigen Besuchs hätten sich einige Polen noch gewundert über die vielen Frauen und Mädchen, die Kopftücher tragen _ in der Schule wie in der Stadt, berichtet Lechtenberg.

Jetzt nicht mehr. „Das war eine wirklich tolle Erfahrung“, sagt Gosia (18) auf Englisch. „Ja, finde ich auch“, pflichtet Flüchtling Saad ihr auf Deutsch bei. Für Schulleiterin Christiane Fischer ist das Austauschprojekt nicht nur Gelegenheit, den Polen in Schule und Betrieb die duale Ausbildung nahezubringen, sondern auch ein Stück Integration.

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