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Aus der Stadt Postfahrer fängt 480 Briefe ab
Hannover Aus der Stadt Postfahrer fängt 480 Briefe ab
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20:27 06.12.2016
Von Tobias Morchner
480 Briefe durchsucht: Die Polizei ermittelt gegen einen Zusteller. Quelle: Symbolbild (dpa)
Hannover

Die Polizei ermittelt gegen einen Fahrer eines Subunternehmens der Deutschen Post wegen Unterschlagung und Verletzung des Briefgeheimnisses. Der 38-Jährige soll 480 Briefe aufgerissen und nach Bargeld durchsucht haben. Die Geschädigten wohnen alle im Bereich des Stadtteils Anderten.

Sicherheitsdienst der Post half

Die Ermittlungen waren bereits Mitte November angelaufen. Dennoch berichtete die Behörde bislang nicht über den Vorfall. Am 18. November waren im Sahlkamp Müllsäcke mit aufgerissenen Briefumschlägen gefunden worden. In Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsdienst der Deutschen Post kam die Polizei auf die Spur des 38-jährigen Fahrers. Ihm war die Aufgabe übertragen worden, die Briefkästen in Anderten zu leeren und die Briefe zu den Postverteilzentren zu bringen. Dabei fischte er, so der Verdacht, die Umschläge aus der Post, in denen er Bargeld vermutete.

Am 23. November nahmen Polizisten den Fahrer vorläufig fest, brachten ihn auf eine Wache und durchsuchten seine Wohnung. Dem Vernehmen nach streitet der 38-Jährige bislang alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe kategorisch ab. Doch die Beweislast scheint erdrückend. Er wurde nach der erkennungsdienstlichen Behandlung wieder auf freien Fuß gesetzt.

Noch ist unklar, wie viel Geld der 38-Jährige erbeuten konnte. Die Post hat unterdessen damit begonnen, den Geschädigten ihre Karten und Briefe wieder zurückzuschicken. Einer von ihnen ist Lando Althöfer. Der Kaufmann hat zum Glück kein Geld verloren. „Ich habe eine Dankeskarte verschickt und mich schon gewundert, warum ich vom Empfänger keine Antwort erhalten habe“, sagt er.

Der 38-Jährige streitet alles ab

Die Deutsche Post hat nach dem Bekanntwerden der Ermittlungen dem 38-Jährigen Hausverbot erteilt. „Er ist auch nicht mehr bei unserem Service-Partner tätig“, sagt Post-Sprecher Jens-Uwe Hogardt. Ihren Schaden bekommen die Kunden allerdings nicht ersetzt. „Nach unseren Geschäftsbedingungen ist der Versand von Bargeld in einfachen Briefumschlägen nicht gestattet, deswegen haften wir in diesem Fall auch nicht“, sagt Hogardt.

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