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Priester Pejic ist seit 40 Jahren im Dienst

Kirche des heiligen Sava Priester Pejic ist seit 40 Jahren im Dienst

Seit 40 Jahren arbeitet Milan Pejic als othodoxer Priester. Das feierte er nun mit illustren Gästen wie Oberbürgermeister Stefan Schostok. Der ist von Pejics Gottesdiensten begeistert - will aber Protestant bleiben. 

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„Begegnungen mit ihm taten immer gut“: Doris Schröder-Köpf (v. l.), Stefan Schostok, Erzpriester Milan Pejic und Bischof Norbert Trelle.

Quelle: Behrens

Hannover. Ein Hauch von Weihrauch liegt in der Luft. Die Lichter des Radleuchters tauchen die farbigen Fresken an der Wand in ein warmes Licht, als die Gläubigen feierlich das Kyrie eleison anstimmen. Mitten in einem Gewerbegebiet am Mengendamm ist die Kirche des Heiligen Sava ein Stück der orthodoxen Welt, wie man es auch auf dem Balkan finden könnte.

Das Dankgebet, das die Gläubigen zelebrieren, ist Teil einer besonderen Feier: Mehr als 200 Besucher sind in die serbisch-orthodoxe Kirche gekommen, um das 40-jährige Priesterjubiläum von Milan Pejic zu begehen. Am 1. Januar 1977, wenige Tage nach seiner Priesterweihe, trat der heute 63-Jährige sein Amt als Gemeindepfarrer in Hannover an. Es war der Beginn einer Ära: „Vater Milan hat mich getauft - ebenso wie später meinen Sohn“, sagt Darko Blagojevic vom Vorstand der Gemeinde.

Schostok bleibt Protestant

„Priester zu werden war mein Kindheitswunsch. Heute bin ich besonders dankbar, dass er in Erfüllung gegangen ist“, sagt der Erzpriester, zu dessen Gemeinde rund 2000 Seelen zählen. Als der gebürtige Serbe in Hannover anfing, feierte seine kleine Gemeinde ihre Gottesdienste in der winzigen Annenkapelle an der Kreuzkirche. Der Bau der Kirche am Mengendamm 1993 fiel unter seine Ägide - und unermüdlich knüpfte der charismatische Kirchenmann Kontakte über die Grenzen seiner Gemeinde hinaus. Bei der Jubiläumsfeier schwärmt Oberbürgermeister Stefan Schostok von der offenen Art des Erzpriesters: „Ich war immer begeistert, wenn ich bei ihm im Gottesdienst zu Gast sein durfte“, sagt Schostok - um vorsichtshalber noch zu betonen, dass er selbst überzeugter Protestant bleibe.

Auch Superintendent Thomas Höflich und Propst Martin Tenge sind zum Gratulieren gekommen. Aus Rom ist der Theologe Davor Dzalto angereist, der in seiner Festrede den Wert des Priestertums auslotet. Die Migrationsbeauftragte Doris Schröder-Köpf erinnert an Sorgen und Heimweh der Gastarbeiter in den Siebzigern - und daran, wie Pejic ihnen beistand: „Sie haben den Menschen geholfen, in Deutschland anzukommen.“

Brückerbauer zwischen Konfessionen

Sehr persönliche Worte findet der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle: „Es tat immer gut, Begegnungen mit ihm zu erleben“, sagt er. Pejic sei ein Brückenbauer zwischen Konfessionen und Nationen: „In dieser Zeit sind Menschen wie Vater Milan besonders kostbar.“

In zwei Jahren wird der Jubilar in Ruhestand gehen, doch verbunden bleiben wolle er seiner Gemeinde auch als Pensionär: „Ich bleibe in Hannover“, sagt er, „und ich hoffe, dass Gott mir noch ein paar Jahre gibt.“

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