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Pro Bahn fordert Kameraüberwachung in Zügen

Nach Randale im ICE Pro Bahn fordert Kameraüberwachung in Zügen

Der Fahrgastverband Pro Bahn hat nach der Randale von 96-Ultras in einem ICE harte Maßnahmen von der Deutschen Bahn gefordert. Regional- und Fernzüge müssten künftig mit Kameras überwacht werden, um die Täter überführen zu können. Die Bundesligavereine sollen Sonderzüge für ihre Fans mieten.

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Einen verwüsteten ICE haben Fans von Hannover 96 nach dem verlorenen Spiel in Nürnberg hinterlassen.Der Fahrgastverband Pro Bahn fordert nun Konsequenzen. 

Quelle: Bundespolizei/dpa/Montage

Hannover. „Die Bahn muss nur gewährleisten, dass genügend alte Waggons dafür zur Verfügung stehen“, sagt Sprecher Karl-Peter Naumann.  Rund 300 Ultras hatten am Sonntag nach dem Auswärtsspiel der „Roten“ in Nürnberg einen ICE verwüstet. Der Schaden beläuft sich auf mehr als 10 000 Euro.

Zur Rechenschaft gezogen werden können die Täter vermutlich nicht, da die Mitarbeiter der Bahn die Bundespolizei erst dann informierten, als die Ultras in Hannover den Zug verlassen hatten. Jetzt stützen sich alle Hoffnungen der Bundespolizei auf die Auswertung der Aufzeichnung von Videokameras an den Bahnhöfen in Nürnberg und Hannover. Auch 96-Clubchef Martin Kind, der in dem Zug gesessen hatte, war bepöbelt worden. Das nächste Auswärtsspiel führt 96 ausgerechnet zum konfliktgeladenen Duell nach Braunschweig. Zu möglichen Vorkehrungen und den Forderungen von Pro Bahn wollte der Verein gestern indes nichts sagen. Man habe zunächst zwei Heimspiele vor der Brust, hieß es.

Einsatz von Fanordnern und striktes Alkoholverbot

Von einer stärkeren uniformierten Polizeipräsenz an Bahnhöfen hält Pro Bahn unterdessen nichts und macht sich vielmehr für den Einsatz von Fanordnern stark. „Die eigenen Leute haben oft mehr Einfluss auf das Geschehen als die Ordnungskräfte, das zeigen die Erfahrungen mit Vereinen, die bereits regelmäßig Sonderzüge einsetzen“, sagt Naumann. Wie das Problem der betrunkenen und randalierenden Fußballchaoten in den Griff zu bekommen sei, zeige das Beispiel Metronom. Das Unternehmen hat ein striktes Alkoholverbot eingeführt. „Ziviles Sicherheitspersonal fährt in den Zügen mit und kann Verstöße gegen das Verbot sofort ahnden“, sagt Naumann.

Laut Bahn sind in den ersten acht Monaten dieses Jahres lediglich 20 Fanzüge bereitgestellt worden. „Die Klubs sind in der Pflicht, die Sonderzüge für die Auswärtsfahrten ihrer Fans zu ordern“, sagt Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis.

70 Fußballchaoten dürfen nicht mehr Bahn fahren

Die Bahn hat in diesem Jahr bereits 70 Fußballchaoten von der Beförderung ausgeschlossen sowie 350 weiteren Abmahnungen erteilt. Ein generelles Alkoholverbot in Nah- und Fernverkehrszügen lehnt das Unternehmen ab. „Es gibt weder ein Sicherheitsproblem in den Zügen und den Bahnhöfen, noch könnte ein Verbot für weniger alkoholisierte Fahrgäste sorgen“, sagt der Bahnsprecher.

Die Bahn fordert ihrerseits einen neuen Ordnungswidrigkeits-Tatbestand, um Fahrgäste mit Bußgeld belegen zu können, die sich in den Zügen nicht zu benehmen wissen. Doch bis diese Gesetzesänderung beschlossen ist und bundesweit gilt, wird, wenn es überhaupt dazu kommt, noch viel Zeit ins Land gehen.     

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